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Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben
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Hauptmann Koepenick



150 Beitrge

Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 09 May. 2019 18:29


Hallo Gemeinde!

Ich muss mal jammern!

Dieser verdammte Drecksaluguss des Motorgehäuses hält die Schrauben fest wie einbetoniert. Dazu sind die Kreuzschlitzschrauben  aus Kaugummi. Stand der Technik 1995?

Die Gussqualität der alten Vespen Motoren aus Kokillenguss war viel besser (so bis in die 80er) danach hat man wohl alte Joghurtbecherdeckel geschmolzen?

Also dermaßen viel Weissrost habe ich noch nie gesehen. Alles im Spritzbereich ist hoffnungslos fest. Selbst der verölte Anlasser ist (=war) extrem widerständig! Was ein Mühsal.

Wie ist Euer Vorschlag zu den Sechskantschrauben (meinst M6) und den Kreuzschlitzschrauben  Z B am Generatordeckel ? Sollte man sie durch Torx ersetzen wegen der höheren möglichen Drehmomente oder eher A4 Edelstahl? Sollte ich sie mit Plastilube einsetzen oder vibrieren sie dann von selbst wieder raus? Edelstahl ist meiner Meinung zweischneidig weil es Festigkeitsprobs haben kann....

Der Generatordeckel ist das letzte Widerstandsnest.  Unbewegt. Ich bin sicher, ich reiss die Kreuzköpfe ab, wenn ich sie nicht ausnudel.

Ich gebs weg. Man muss seine Grenzen kennen lernen (nach meinem eigenhändig erledigten Zylinder....).

Mit schwieligen Händen grüßt

Schuster Vogt


 
     
erwilud



10810 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 09 May. 2019 20:27


Hallo Schuster Vogt

Die Schrauben von Generatordeckel sind Mistdinger (meine aber das sie M5 sind) Ich gehe meistens hin und nehme sie nicht raus sondern bohre sie aus. Wenn sie noch drin sind hat der Bohrer eine gute Führung und trifft die Schraube mittig. Anschliessend nehme ich immer Inbußschrauben mit einer Mutter dahinter. Inbus deshalb weil eine bessere Kraftübertragung möglich und sie in 8.8 verkauft werden. Hinzu kommt das man mit einem langen Inbusschlüssel besser rankommt. Die anderen Schrauben sind im Regelfall M6 (wie du geschieben hast) mit 8mm Schlüsselweite. Diese kannst du gegen Inbus tauschen aber dort ist es meist nicht nötig weil sie in guter Qualität sind. Man sollte sie allerdings vor dem erneuten Einsetzen sauber bürsten denn vielfach sind sie unnötigerweise mit Schraubensicherung versehen.

Gruß

Erwin


 
     
Hauptmann Koepenick



150 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 11:00


Danke, Erwin!

Das wäre der eigentliche Vorteil der Kreuzschrauben, dass man sie gut zentral anbohren kann. Eine gute Idee! Dazu das weiche Stahl-Material.

Bohrst Du einfach freihand?  Welcher Bohrerdurchmesser ist genehm? Nicht, dass da nochwas verläuft...

Die Hexagon-al Schrauben des Anlassers habe ich tatsächlich aufbekommen, ohne sie abzubrechen oder rundzudrehen. Allerdings mit einem nagelneuen 8er Marken-Ringschlüssel. Der alte hatte schon nicht mehr den richtigen Kraftschluss.  Man muss da Gefühl entwickeln.

DIe Einstellschraube vom Ölzug ist auch sofort gebrochen; das wäre mein Kandidat zum Bohren gewesen.

Lieber Gruß, Schuster Vogt

So, morgen geht es zum Großeinkauf in der Messe Fridrichshafen.


 
     
erwilud



10810 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 13:05


Hallo Schuster

Natürlich bohre ich freihand, allerdings zuerst relativ klein. Da ich jetzt aus dem Stegreif nicht genau weiss ob M5 oder M6 nehme ich meist einen 2.3 mm Bohrer und bohre anschliessend erst auf Kerndurchmesser auf (4,2mm oder 5mm). Selbst wenn es etwas verläuft ist es nicht so schlimm. Gehe sogar hin und bohre meist 6,5 auf um M6 Schrauben sauber reinzubekommen. Mit den 8ter Nüssen habe ich nie ein Problem was aber sicherlich auch daran liegt das ich (Berufsbedingt) nur Profiwerkzeug einsetze.

Gruß

Erwin


 
     
Hauptmann Koepenick



150 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 14:02


Jo, Erwin, danke !

ich habe es gerade an der defekten Einstellschrauben M6 probiert, lief einwandfrei mit Vorbohren 4.5 und 5 mm ich hatte schon Bedenken, weil es mein erstes Ausgebohrtes Gewinde war.

Für die anderen  M5 Generatorabdeckungsschrauben brauche ich erstmal einen scharfen Bohrer und Gewindeschneider.

Meci!

S. Vogt


 
     
Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 19:16


Gunamt "Schuster Wilhelm Voigt",   [Bild nicht mehr verfügbar]   + @ alle Schrauber des Forums... 

 

...einen besonders "hinterlistigen" Kanditaten zum  Ausbohren  habe ich beim Abbau der  2-Kolben Festsattel-Bremszange  an meiner EXV150 gefunden!  Die obere M8 Inbus Befestigungs-Schraube ließ sich noch - mit viel Kraftaufwand + mit einer "hohlgebohrten" Vorderrad-Achse, als Verlängerung auf den 8er Imbus-Schlüssel geschoben... lösen.  Aber die untere der beiden Schrauben - zum "verrecken" Nicht!   Ein besonders "schlauer" Zeitgenosse muß die beiden Schrauben wohl mit "Loctite" Superfest reichlich "eingesaut" haben!?   

 Nachdem ich den ersten Imbus-Schlüssel, mit Verlängerungs-Achse/Rohr  krumm-gebogen  hatte... kam eine kleine "Knarre" mit 8er Inbus-Stahlbit zum Einsatz...

[Bild nicht mehr verfügbar]

aber die Schraube bewegte sich keinen Millimeter...  dafür war aber mittlerweile der Innensechskant des Schraubenkopfes "vergniggelt" und rundgedreht!   

Also blieb nur noch das  Ausbohren der Schraube  übrig!  -  Bei anderen Schraubverbindungen reicht oft das Abbohren des Schraubenkopfes aus... wenn man im Anschluss das befestigte Teil/Werkstück  abnehmen  kann -  um dann mit Hilfe einer "Grippzange", (siehe Unten ↓ ) das Restgewinde fassen+ausdrehen kann!?  Bei Verbindungen mit Mutter + Durchgangs-Bohrung ist noch nichtmal eine "Grippzange" nötig! -  Kopf ab,   und Raus!   

Aber nicht so - wenn der "Inbus-Schraubenkopf" auch noch versenkt im Werkstück sitzt... und das verbleibende Gewindestück der Schraube wie "festgewachsen" im Alu der Bremszange steckt!   

Also bleibt auch nur das Ausbohren des kompletten Schrauben-Gewindes übrig!  -  Auch in mehreren Schritten:  3mm - 5mm + 6,5mm -  Nicht Größer...  um das Gewinde in der Bremszange (Alu) nicht zu beschädigen!  Die verbliebene "Gewinde-Hülse" - die noch i.d. Zange verblieb... gedachte ich mit einem M8 Gewinde-Bohrer/Schneider herauszuschneiden.  Immer wieder mal vor+rück-schneiden... um entstehende "Schnitt-Grate" zu brechen! - (Schneide-Fett) nicht vergessen... damit der Gewindebohrer nicht abbricht!     Nach etwa 6-7 Umdrehungen in‘s Material...   Plötzlich  "Klick"... ein Geräusch! - - auf der Rückseite → Richtung Bremsscheibe →fällt etwas Raus!  -  Der "Gewinde-Rest" der Schraube - in Form einer "Hülse" fiel auf den Garagen-Boden!  -  Der Gewindebohrer hat diese "Hülse" vor sich hergeschoben/gedreht..!  Bis er hinten rausfiel...   Das "Original-Gewinde" in der Zange blieb  unverletzt  und auch noch "Sauber" geschnitten - durch den neuen Gewinde-Bohrer/Schneider!  = Super Gelaufen! 

Hier alle benötigten... bzw "angesprochenen" Werkzeuge im Überblick...

[Bild nicht mehr verfügbar]

Nur die "hohlgebohrte" Vorderrad-Achse meiner ehemaligen FZR - als Verlängerung + "Kraft-Hebel" für den Imbus-Schlüssel... gibt‘s nicht mehr!  Die hat ein Kollege für seine Yamaha gebrauchen können!      Für‘n Kaffee anne Burg verhökert...  

Zum "Gewinde-schneiden" habe ich zwar auch ein "Wend-eisen", (Oben ↑ auf dem Foto)  jedoch bei beengten Platzverhältnissen - oder wenn etwas im Wege ist - hat man doch gerne etwas mehr Abstand zum Werkstück, (zur Bremszange) um vernünftig "wenden" oder schneiden zu können. 

Dafür habe ich mir dieses "Spezial-Werkzeug" angefertigt:   

[Bild nicht mehr verfügbar]

Den M8 Gewindebohrer senkrecht in den Schraubstock "Fest" einspannen... und eine M6 Mutter auf den Vierkant des Gewindeschneiders mit dem 300gr Schlosserhammer "aufschmieden"...    Das Gewinde der Mutter "frisst" sich Regelrecht "Selbst-zentrierend" auf den leicht "angefasten" Vierkant des Gewinde-Bohrers/Schneiders!  -  Somit kann man mit der "1/4 Zoll-Knarre" mit Verlängerung und 10er Nuss -  M8 Gewinde schneiden!   -  Nur gerade ansetzen/anschneiden sollte man schon...  weil man ja "Einhändig + Einseitig" (außerhalb der Mitte) arbeitet und dreht!    

Mit dieser "Constructa" habe ich schon etliche Gewinde geschnitten... und die Mutter sitzt immer noch "Bomben-fest"!  

Gruß,    und Gutes Gelingen beim Schrauben ausbohren... und Gewinde schneiden...  

Fritz      Moin 15:30 Heimspiel  vs  Fortuna D-dorf  in DO   

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Immer schn Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!
 
     
erwilud



10810 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 20:45


Hallo

Den Beitrag habe ich gelöscht weil ich keinem auf den Schlips treten wollte, das war nicht meine Absicht.

Erwin




Gendert von erwilud am 11.May.2019 0:34
 
     
Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Pest und Teufel den festsitzenden Schrauben, 10 May. 2019 23:03


Schön für Dich...   Erwin  

...ich grabe aber nicht meine komplette "Schrauber-Höhle" um... nur um mein komplettes "Werkzeug-Sammelsurium" zu zeigen.  In dem Foto habe ich nur das Werkzeug gezeigt... mit dem ich die Schraube ausgebohrt - und das Gewinde geschnitten habe. 

[Bild nicht mehr verfügbar]

Der Eine kann - auf Grund seines Jobs... und/oder seines Bank-Kontos aus dem Vollen schöpfen... Der Andere muß sich was einfallen lassen!   

Mein direkter Garagen-Nachbar war "Betriebsschlosser" bei der "Bundesbahn" - jetzt nur noch "Deutsche Bahn".  Er hat vor seinem "Ruhestand" (als Beamter) auch nur Werkzeug in Spitzen-Qualität gebunkert!    Die Sache hat nur einen Haken... obwohl er Schlosser gelernt hat... hat er "2 linke Hände"!     Außer er nimmt ‘nen 32er... und ‘nen dicken Hammer!  (mindestens 1Kg schwer)  -  Ich läster immer: "Das kommt von der Dampf-Lokomotiven-Reparatur !    

Von vielen seiner "Super-Werkzeuge" kennt er nicht mal den Namen... Geschweige denn, den fachgerechten Gebrauch!  

Übrigens... was mir noch eingefallen ist - aber nur für "Schrauber-Amateure" -  bei den M5 + M6 Gewinde-Schneidern klappt der "Trick" mit den M6 Muttern auch! 

[Bild nicht mehr verfügbar]

...weil der "Vierkant" hinten - die gleichen Abmessungen hat!      Und solange das Gewindeschneiden damit klaglos funzt... kaufe ich keine "Gewinde-Knarre" extra!   

Ich habe übrigens "Starkstromelektriker im Schaltanlagenbau" bei Siemens gelernt...  (Ja, das "Berufs-Bild" gibt‘s gar nicht mehr!)    Die Nachfolger schimpfen sich "Energieanlagenelektroniker"!  Sind dafür aber kaum noch "Handwerker"!  -  Das habe ich noch "auf Montage" bei der Inbetriebnahme von Industrie-Anlagen selber miterlebt!  Wenn Handwerkliche Probleme aufgetaucht sind... haben Die nach ‘nem Schlosser gerufen!    

Das Schrauben an meinen Krädern war immer nur ein "Hobby"... daß ich mir selber beigebracht habe... oder "mit den Augen geklaut"!  Wenn die Kollegen "Autoschlosser" an ihren Autos, oder Motorrädern, geschraubt haben!  Und Das schon in 1969 - zu "Zündapp‘s Zeiten"... (mein erstes Mopped, (Kleinkraftrad  Zündapp KS50 Sport - 50ccm 5,3 PS mit 5-Gang Fußschaltung - Klasse 4 )  habe ich auch mit meinem  schlechten Werkzeug  repariert.  Ja,  ich habe immer noch Werkzeuge aus der Zeit:  z.B. von "Walther" die Knarrenkiste... = Unkaputtbar!   -  Zum größten Teil sogar Erfolgreich!         Ganz zu schweigen vom  "Frisieren" !       Denn das Wort  "TUNING" -  kannten wir noch garnicht!        

Gruß,      und das war‘s von mir,  zum Thema: "Gewinde reparieren" -  "Ein Jeder sollte nach seiner Façon selig werden"  -  auch mit billigem Werkzeug...    kann man die Hexen "am Laufen" halten...

Fritz      

 Moin 15:30 das letzte Heimspiel der Saison 18/19 vs D-dorf   

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Immer schn Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!
 
     
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