haexler:
gruss den Hexanern tja, dachte schon ein klein wenig Ahnung zu haben, aber stehe auch schon wieder mit einem Gaser an.exs1T Bj. 4/95 ohne AGB sehr gepflegt aber jahrelang gestanden, mal begonnen alles anzusehen zu reinigen, einzustellen, Ölpumpenriemen wie neu, Zahnriemen wie neu nach messen alles in sehr schönem Zustand. Nix verbastelt soweit ich es beurteilen kann. Das Anlasserritzel, da hatte sich die Feder ausgewickelt und das Zahnrädle ist nicht mehr in die Verzahnung gesprungen, alles Pippikram, leicht mittels Forum hier zu lösen.. Aber dann der Vergaser, schön Microwellen-gereinigt 1mm Düsenbohrung (wegen AGB-fehlen), alles andere sonst auch ok .Choke ok gemessen, Schwimmergefässfüllung 6,5cm, eigentlich alles sehr erfreulich. Auch die Mischernadel 1,5Umdr., Leerlaufluft 1,5Umdr. alles wie hier immer wieder und wieder gelesen. Und nun kommt es halt dicke, es scheint als bekommt das Fahrzeug keinen Sprit aus dem Gaser. Wenn ich etwas Sprit in den Ansaugschlauch kippe springt er sofort an solange bis der Sprit aufgebraucht ist und Feierabend ist. 5mal auseinader genommen wieder alles durchgeblasen aber derselbe Effekt, anderen gleichen Vergaser angebaut allerdingsder nicht so sauber gereinigt... derselbe Effekt, .Bin immer weiter am suchen und immer mal wieder extra sprit reingeblasen nimmt dann sogar Gas an aber letztlich null Kontinuität. Kann denn sowas auch durch Falschluft ziehem entstehen einzig der Dichtsitz vom Lamellenventil (Lamellen sind ok)? Ich verstehe dann aber nicht warum? Denn Anspringen halt mit schlechter Leistung oder so müsste doch möglich sein? Also Frage wo kann der Sprit hängenbleiben, Benzinpumpe funktioniert, UNterdruckschlauch ist neu, Sprit steht am Gaser an! Habt Ihr ne Ahnung? Gruss Werner (wollte mich nicht an den anderen Gaser Tread anhängen, der gerade läuft)
Hallo Werner, was meinst du genau mit "1mm Düsenbohrung (wegen AGB-fehlen)" ? Egal wie, es darf jedenfalls an dieser Stelle keine Luft aus dem Freien gezogen werden. Eine ca. 0,9mm-Bohrung wäre dort drinnen nur dann von Nöten, falls du daran einen nachträglich zusöätzlich zu einem AGB angebauten Unterdruckbenzinhahn an den AGB installieren wolltest. Andernfalls sollte dieser Anschluss am Vergaser mit einem Stopfen verschlossen sein, damit dort keine Falschluft nachziehen kann. . Wenn jahrelang gestanden, dann ein Grund für schlechtes oder garkein Startverhalten, dass die Starterdüse zugesetzt ist. Sie (messingfarben) sitzt unten im Schwimmerkammerdeckel eingepresst auf diesem kleinen dreieckigen "Balkon". Soweit mir bekannt, gibt es auch DIESE Starterdüsen nicht nahczukaufen! Manchmal hilft da zu Beginn auch kein Ultraschallbad oder Pressluft. Besser ein feines Drähtchen nehmen und das Grobe entfernen, dann einweichen lassen, ultraschallen und dann erst Ausblasen. . Ohne diese Starterdüse bekommt der Motor beimn Kaltstart nahezu keinen Sprit. . Und ja, es muss auch dieses Starter-Spritsystem (nahezu) dicht sein. Nahezu deshalb, weil das lange Messingröhrchen, welches unten in die Schwimmerkammer hineinragt, ja auch kleine seitliche Bohrungen besitzt, die "etwas" Luft aus der Schwimmerkammer mit ansaugen und für eine Vor-Zerstäubung sorgen (ähnlich dem Mischrohr). Wenn du nun den Weg des Sprites gehst von dieser Starterdüse, dann siehst du, dass in jedem Fall die schwimmerkammerdichtung gut abdichten muss. Tut sie es nicht (weil alt/hart/vorgeformt/beschädigt), sow rid von diort eher die leicht anzusaugende Luft von aussen als Falschluft angesaugt, als das schwere Benzin aus der Schwimmerkammer. Selbige Dichtheit muss auch am Kunststofflansch des Choke-Gehäuses vorhanden sein, und abei spielt es keine Rolle, ob E-Choke oder manueller Choke. Ist der O-Ring beim Anziehen z.B. nicht mehr in seiner (oft schwer fixierbaren) Position der Nut im Kunststoff, so zieht auch hier der Motor Falschluft und keinen anfettenden Sprit für den Kaltstart. . Ist der Vergaserschieber geschlossen und man startet kalt, so wird Benzin-Luftgemisch (hauptsächlich) durch das Startersystem angesaugt. . Klar wird auch Benzin und Luft vom Leerlaufsystem und ggf. schon minimal angehobenem Schieber zugegeben, aber das reicht eben nicht aus für einen Kaltstart. . Das Startersystem entlässt sein endgültiges Benzin-Luftgemsich dann durch die auf 3 Uhr befindliche Bohrung nach vorne raus. Bei 3 Uhr "hinten" (schaue in den Gaser-Schlund) wird weitere Luft dem schon vorgemischten Benzin-Luft-Gemisch des Startersystems beigemischt. Hier tritt kein Benzin-Luftgemsich aus, sondern nur Luft ein, weil zwischen (nahezu verschlossenem) Vergaserschieber und Einlassmembran ein größerer Unterdruck anliegt, als zwischen Gasschieber und Luftfilterkasten. . Wenn kein Sprit bei dir kam, und du ihn schon "geringt" gereinigt hattest, so wäre es u.a. auch noch möglich, das der Unterdruckschlauch der Benzinpumpe schon zu alt/hart/porös sein könnte udn nicht mehr für ausreichend Unterdruck in der Pumpe liefert, um Sprit in die Schwimmerkammer durch das 1,0mm Schwimmernadelventil entgegen der Schwimmerkraft zu pumpen. . Auch ein Schwimmernadelventil kann mal durch eine Verschmutzung offen oder geschlossen stehen bleiben mit entsprechenden Folgen (es dröbbelt oder es kommt kein Sprit nach). . Sonst kann freiloich auch durch jede andere Falschluftstelle ein ausreichendes Kaltstart-Benzin-Luft-Gemisch vergasgt bleiben. So z.B. durch alten/harten/porösen/rissigen Ansaugstutzen oder undichte Dichtung oder rausgeloppte Kurbelwellensimmerringe. Auch defekte Membranplättchen können u.a. zu Schwierigkeiten bein Starten führen/beitragen. (Neue Kurbelwellensimmerringe können generell ohne Motorspalten getauscht werden, jedoch dürften sie nicht bis zu ihrem anschalg eingetrieben werden, sondern nur bis ca. max. 1mm tiefer als bündig mit dem Gehäuse.) . Du schreibst weiter von "Auch die Mischernadel 1,5Umdr., Leerlaufluft 1,5Umdr. alles wie hier immer wieder und wieder gelesen." . !? Leerlaufluft, das ist die kleinere leicht schräg unten versenkte Messingschraube, sollte bei der EXS125 auf 1,375 Umdrehungen (1 3/8) eingestellt werden. 1,5 machen jetzt freilich den Bock nicht fett (im wahrsten Sinne des Wortes ), sondern mit 1,5 Umdrehungen wäre das Gemisch in der Hauptsache im Leerlauf und bei bis ca. 1/3 Gas etwas magerer bei dir , als ursprünglich ab Werk vorgesehen. "Mischernadel 1,5 Umdrehungen", was ist damit gemeint? Es gibt dann noch die per Hand drehbare Schraube, um die Leerlaufdrehzahl einzustellen. Diese bekommt keine festen Umdrehungen sondern werden bei voll betriebswarmem Motor so eingestellt, dass der Motor entweder angenehm für‘s eigene Gehör die Drehzahl hält oder ebend 1600-1800/min, wie laut Werk vorgesehen. Da ist jeder Motor auch etwas anders, auch sind ist die schräge Kontaktfläche am Gaserschieber dabei unterschiedlich abgenutzt. Also hier bitte nicht auf irgendwelche Umdrehungswerte festlegen (lassen). . Da jedoch dein Nichtanspringen gleich bei 2 unterschiedlichen Vergasern bei dir aufgetretn ist, so liegt das Prob wohl zumindest in Teilen, ausserhalb des Vergasers. Das wäre dann halt der Unterdruckschlauch zur Benzinpumpe, die Benzinpumpe selbst (Membran innen drinnen könnte defekt sein, dann nützt auch kein Unterdruck), Tankentlüftung, oder Benzinfilter (im Tank) oder Benzinschlauch selbst zugesetzt sein oder aber der Tank leer sein. Denn es wird bei den Hexagons nicht immer aller Sprit aus dem Tank bis ganz unten abgesaugt. Tank mal aufgefüllt? . Gruß Carsten |