moin, ... also quasi über Nacht. Ich hab neulich das Moped bekommen, also morgen vor einer Woche. Sonntags hab ich den Gaser entkneistert und die Mühle zum Laufen gebracht. Alle Teile im Inneren des Vergasers waren nicht grade das was man werksfrisch nennt, aber soweit gut gebraucht und Messingfarben. Normalerweise zerlege ich den Gaser und lege den dann für 30 - 45 Minuten ins Ultraschallbad, als Reiniger benutze ich Spiritus. Anschließend wird mit Pressluft jede Bohrung ausgeblasen. Harnäckige Verschmutzungen werden gesondert behandelt. Da ich mein Kram aber derzeit nicht griffbereit habe, hatte ich den Gaser oldschoolmäßig gereinigt ( wie schon 100x vorher - ich denke wohl, ich weiß was ich mach ! ) und der Eimer sprang auf der ersten Umdrehung an - eben wie´s soll. Gestern nun brachte mich das Möff exakt 120 Meter weit, ging aus und nichtmehr an. Gefrustet zerlegte ich erneut den Gaser und dieses Bild bekam ich zu sehen: 
und das: 
natürlich auch das: 
Die Messingteile schwarz und eine ziemlich klebrige Substanz drauf. Die Aluteile bedeckt mit einer Art Staub, erinnert mich an Betonstaub. Der Schwimmer ebenso bedeckt mit einer klebrigen Substanz, welche nach austrocknung aber glashart geworden war - anders als bei den Aluteilen, die waren wie mit eingetrockneter Cola benetzt 
Also nochmal oldschool angefangen zu reinigen bzw zu polieren. Soo genau darf man´s jetzt nicht sehen, hab mir aber dennoch mühe gegeben. Die Never-Dull - Dose ist ein Versuch gewesen der nicht gefunzt hat, es musste eine Stahl/Chrompolitur zur Hand genommen werden um dieser klebrigen Substanz Herr zu werden. ( Tipp: Es funktioniert auch Zahncreme, je billiger desto besser, auch bei verkratzten Scheinwerfer und Kunststoffscheiben - dabei allerdings etwas Wasser auf den Lappen geben, nebelfeucht und nicht tropfend, sonst wird die Paste zu fest ) 
Das Stäbchen ist aus Pappe und gehört zu einem Q-Tip / Ohrenstäbchen Mit einem Microfasertuch wird poliert 
Ein Borstenpinsel verteilt und arbeitet mit der Politur super auf größeren Flächen Nach der ganzen Reinigung und Polieraktion sollte das das Ergebniss sein, so oder besser: 
Auch die Kleinteile alle poliert, innen wie aussen 

Der fertige Vergaser. Eingebaut und Knöpkes gedrückt - Fahren. Die Spritlampe hat geblinzelt, daher zur Tanke und Super reingeschüttet. Rennt als sei nie was gewesen... Jetzt aber mal janz domm jefraacht: Wie kann das sein, das quasi über Nacht, also binnen maximal 3 Tagen, ein Vergaser so aussieht ? Handelt es sich um eine chemische Geschichte ? Elektrochemische Reaktion ??? Am Dienstag hab ich den Benzinschlauch erneuert, dazu den Sprit abgelassen. Der alte Sprit war zwar noch im Tank, ursprünglich, handelte sich aber maxmal um 1,5 Ltr welchen ich mit frischer Plörre aufgefüllert hab, etwa 2 ,5 Ltr dazu. Jetzt ist der Tank wieder voll und der alte Mix im Kanister. ( Anmerkung: Hab schon öfter Moped´s mit altem Sprit bekommen. Die Plörre meist im Rasenmäher verfeuert oder, bei wenigen Jahren, dringelassen und verfahren. Niemals hab ich erlebt, das ein vergaser sich so verändert wie derzeit !!! ) Wo kommen die Brösel her, die auf dem Foto´s 1 & 2 zu sehen - am Montag ware die noch nicht da !!!! Der Kleb auf dem Schwimmer war Montag auch noch nicht da und Montag hatte sowohl die Düse alsauch das Schwimmernadelventilgehäuse Messingfarbe, nicht so wie auf den Fotos... Sprit ist suber ( auch der alte, riecht sogar entfernt nach Sprit ) Tank ist sauber, Benzinfilter neu, Spritleitung neu, von der Pumpe zum behälter und weiter zum Gaser erst 5 Jahre alt und noch verformbar ( also noch nicht hart ) und ebenso sauber ... kein weiteres Gimmik verbaut - ja selbst der blöde kanister ist sauber ... Kerze ( neu ) auf dem besten Wege rehbraun zu werden, keine ungebetenen Anhaftungen. Letztlich hatte sich die Hauptdüse zugesetzt, deshalb ist der Eimer ausgegangen was deutlich verständlich war, bei diesen Bildern ... ...mal sehen was die Spezialisten dazu sagen... gr PS: deshalb diese Foto-Orgie, hab mich damit auseinandergesetzt und ihr wolltet es so ... |