Ich habe ja im Zuge der großen Inspektion an der Hexe auch den defekten Motor zerlegt um ihn neu aufzubauen. Für diesen Zweck habe ich mir auch (obwohl vorhanden) neue Kurbelwellenlager bestellt. Der Preis war/ist der Hammer. Komplettpreis incl. Lieferung 29,99 für 2 Lager mit Simmerringe. Der Vorteil der Lager ist (vom Preis abgesehen) folgender. Die Lagerbohrung ist gemessen 1,5/100 mm kleiner. Und damit sind sie wohl perfekt geeignet für bereits benutzte und eventuell eingelaufene Wellen. Habe eben gemessen und getestet. Das alte Lager und ein neues aus meinem Bestand lassen sich von Hand auf die Welle schieben weil diese bereits um 1,5/100 mm abgenutzt ist. Deswegen wollte ich sie ja reparieren. Die neuen Lager lassen sich auch mit Druck nicht aufschieben sondern müssen entweder warm gemacht werden oder mittels Aufzieher gesetzt werden. Werde es noch genau testen. Würde aber heissen das eine Kuwe Reparatur vielleicht entfällt Ist zwar alles Zufall aber den weiss ich zu schätzen. Werde mir gleich noch einen weiteren Satz bestellen um zu sehen ob sie die gleichen Maße haben.
generell eine Interessante Geschichte. Bin gespannt wie sich die Lager in der Laufleistung schlagen werden, man hört ja oft dass Probleme mit der neueren Generation von z.B. NTN Lagern auftreten.
Selber hatte ich noch nichts negatives, aber hab auch noch nicht relevant genug Kilometer mit meinen neu aufgebauten Motörchen um auf Erfahrung plaudern zu können.
Es gibt auf diesen Lagern keinerlei Bezeichnungen, weder Hersteller noch Lagerbezeichnung. Lediglich das sie bis 18000 U/min zugelassen sind. Kann theoretisch also sein das sie durch die Q-Prüfung gefallen sind weil die Maße nicht stimmten. Ich weiss es nicht. Ist mir aber für den Test egal. Ich will aber damit nicht zum Kauf dieser Lager raten weil ich noch keine Erfahrung damit habe.. In der Beschreibung steht nur das es C3 Lager bis 18000 U/min Zulassung sind. Bei dem Preis reichte es mir zuersteinmal Ich gehe jetzt gleich nochmal runter und nehme eine genaue Messung vor, auch im Vergleich zu einem NTN und einem SKF Lager. Ob die "neuen" NTN Lager schlechter sind weiss ich nicht aber es gibt eh keine Alternative dazu. Hinzu kommt das ich bisher keine negativen Erfahrungen mit NTN hatte. Benutze auch schon mal Lager eines chinesichen Herstellers (welcher für NTN fertigt) und hatte auch mit den Dingern noch keine negativen Erfahrungen. Aber das kann ja noch kommen.
nach dem Foto könnte man vermuten, dass dei Wellendichtrigen aus NBR sind. Die würde ich nicht einbauen, weil NBR nicht so gut mit Alkohol im modernen Kraftstoff klar kommen soll.
Wenn man sich schon die Mühe macht, sind doch die FKM (wie Teflon) Wedis z. b. von Malossi die dauerhaftere Wahl für lange Zeit.
Im Automobilbau werden nur NBR-Ringe verwendet, und da hab ich noch nicht gehört, das da ein Massensterben von Dichtringen nach 10-15 Jahren gibt. Tatsächlich sind die originalen Pia-Ringe aus Viton, und kosten bei WMS mal eben 25€. Nun bin ich bei guten Sachen wegen des Preises recht schmerzfrei, aber irgendwo hört es auf. Ich verwende fast immer NBR-Ringe für 3€, und mir ist noch nie einer kaputt gegangen.
Gru an alle 2T und Vzwoo-Fans. Naaa gut, an die anderen auch Hans
Das hat Hans sehr sehr schön beschrieben und es auf den Punkt gebracht In einem Automobil sind um die 20-25 Wedis eingebaut und diese sind aus NBR. Und halten tun sie "ewig" Das heist aber auch das die KFZ- Industrie mehrere 100000 Siris pro Tag verbaut. Und die sind alle aus NBR. Für die Kollegen mal die Unterschiede. Es ist immer eine Frage der Anwendung und des Preises. Hans hat ja die Kosten bekannt gegeben.
Ich zahle für 10 Stück Simmerringe der Hexe 15,90 Euro d.h. 1,60 pro Stück. Habe immer um die 10 Stück auf Lager. Die aus Vito oder Teflon würden ca. 100-200 Euro kosten
Physikalische Eigenschaften: hohe Abrieb- und Standfestigkeit
FPM FKM VITON® (Fluorkautschuk)
Diese Material hat folgende Eigenschaften:
Temperaturbereich: - 20°C bis 200°C
Beständigkeit: Mineralöle, aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Chlorkohlenwasserstoffe, Säuren und schwachen Laugen.
Physikalische Eigenschaften: hohe mechanische Werte, sehr geringe Gasdurchlässigkeit, hervorragende Alterungsbeständigkeit, sehr guter Druckverformungsrest
Nahezu Universalwerkstoff
EPDM (Ethylen-Propylen-Diekautschuk)
Diese Material hat folgende Eigenschaften:
Temperaturbereich: - 40°C bis 100°C (140°C - peroxidisch vernetzt)
Beständigkeit: Ozon-, Alterungs- und Witterungsbeständigkeit
Ich habe bei meiner Hexe momentan das Problem mit den Lagern die Originalen sind trotz Schmierung zerstört. Nun habe ich die identischen Lager wie in diesem Beitrag gekauft (vor finden des Beitrags) und habe diese bereits in das Gehäuse gepresst.
Soweit so gut nun da die Kurbelwelle auch ordentlich was abbekommen hat wurde diese getauscht (Gebraucht ca.14tKm gelaufen) was scheinbar folgendes Problem mit sich bringt. Beim zusammen setzten der Gehäusehälften entsteht soviel druck auf die Lager,
dass sich die Kurbelwelle nicht einwandfrei drehen lässt habt Ihr da n tipp wie ich das beheben kann?
Beschreibe mal etwas genauer was du mit eingepresst meinst. Du weiss schon das Lager aufgrund der Funktion und den damit bebundenen Passungen eingeschrumpf (Gehäuse) und aufgeschrumpft (auf Welle) werden? Ansonsten sind sowohl Welle wie auch Gehäuse sehr schnell beschädigt bzw. zerstört. Mindestens wird die Spannung so stark das nichts mehr funktioniert. Liegt dann daran das die Lager nicht in die richtige Position kommen (können), und das sowohl im Gehäuse wie auch auf der Welle
naja ich habe die Kugellager in das Gehäuse gepresst so dass keine Schäden zustande kamen jz habe ich die beiden gehäuse hälften zusammen setzen wollen und dabei enstand eben diese spannung jz hatte ich die idee mit einer presse die hälften genau an den lagern zusammen zu drücken damit dieser letzte mm die spannung nimmt
Schon alleine das einpressen der Lager erfordert absolute Präzision hoffentlich bist du da auch wirklich Profi, sonst kannst du da mehr Schaden anrichten als dir lieb ist. Wie hast du denn die Kurbelwelle eingesetzt? Wenn du die beiden Hälften zusammenschraubst, lässt sich die KW nicht mehr einwandfrei drehen. Dann probier doch erst mal einen Setzschlag.
Ich befürchte schon jetzt das du Schaden angerichtet hast, hoffe aber das es sich noch richten lässt. Werde mal versuchen es einmal einfach zu erklären.
Kugellager bestehen aus einem Innenring und einem Aussenring. Diese sind durch Kugeln (welche in einem Käfig auf Abstand gehalten werden) getrennt. Der äussere Ring ist fest mit dem Gehäuse und innere Ring fest mit der Welle verbunden. Durch die Kugeln wird die auftretende Reibung sehr sehr stark minimiert. Damit jedoch der äussere Ring fest stehen bleibt wird er von der Lageraufnahme (in unserem Fall das Gehäuse) geklemmt. Damit dieser klemmt muß der äussere Ring größer als die Lagerbohrung sein. Gleiches gilt umgekehrt auch für den Innenring, dort ist die Welle gößer als die Bohrung des Innenringes. Wir reden bei diesen Unterschieden von ganz wenigen hundertstel Millimeter. Damit das sauber funktioniert wird das Gehäuse etwas erwärmt und dehnt sich dadurch aus, sprich die Aufnahme des Lagers wird etwas größer (gilt umgekehrt auch für die Welle) Durch die Toleranzen beim Lager sowie Gehäuse und Welle wird dieses Maß festgelegt. Hier einmal entsprechende Werte
Das ganze bedeutet das das Gehäuse bei einer Erwährmung von 100 Grad um ca 2,4/100 mm größer wird. Das Lager ist aber nur ca. 2/100 mm größer als die kalte Lagerbohrung. Das heisst in diesem Falle das das Lager reinfällt bis zum Grund. Durch das Abkühlen des Gehäuses klemmt dieses dann das Lager fest. Gleiches gilt für die Innenbohrung des Lagers. Nur hier wird das Lager erwärmt so das es sich locker und leicht auf die Welle schieben lässt und auch sauber die Endstellung erreicht. Dann kühlt das Lager ab und klemmt sich auf die Kurbelwelle. Natürlich gibt es dadurch zwei Methoden, einmal erst das Lager auf die Welle setzen (von mir bevorzugt) oder erst das Lager ins Gehäuse setzen (von einigen Kollegen bevorzugt) Beides geht. Die 3te Methode ist es das Lager kalt aufzuziehen und einzupressen. Das setzt aber sehr viel Erfahrung und spezielles Werkzeug voraus und wird eigentlich nur in Ausnahmefällen gemacht.
Kalt ist von Pia auch nicht vorgesehen. Da wird das Lager im Ölbad erwärmt, und dann auf die Kurbelwelle aufgebracht. Anschließend wird das Gehäuse erwärmt, um Lager mit Welle in den Lagersitz einzusetzen. Mit der zweiten Gehäusehälfte wird genauso verfahren. Laut Pia wird die Welle mit einem speziellen Werkzeug in Position gezogen. Wir arbeiten mit dem Setzschlag.
Bei der zweiten, von mir seit Zeiten meiner RD250 bevorzugten Methode Wird erst das Gehäuse erwärmt(ca 120°) und das Lager dann einfach reingelegt. Das funktioniert üblicherweise ohne jeden Kraftaufwand. Zur Sicherheit dengel ich aber mit Hilfe eines alten Lagers nochmal nach. Anschleßend erhitze ich den Innenrig des Lagers, und setze dann die Kurbelwelle ohne Kraftaufwand ein. Hierbei muss man aber vorsichtig sein,damit man den Lagerring nicht überhitzt. Deshalb verwendet Pia hier ein Ölbad.
Beim kalten Verpressen ist die Chance, das der Sitz der Kurbelwelle, und ganz besonders der Sitz im Gehäuse zerstört wird recht groß. Die Lager haben dabei in meinen Augen gar keine Chance.
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Im Prinzip ist es egal welche Methode man nimmt, aber ich habe mal gehört das es nicht gut sei ein Lager zu erhitzen (auf über 100°C). Ob das stimmt weiss ich nicht aber ich habe es mir angewöhnt die Motorhälften anzuwärmen und hier zuerst die Lager einzusetzen. Zum einziehen der KW habe ich ein Werkzeug gebastelt, mit dem ich die KW kalt einziehe und diese auch richtig bis zum Anschlag eingezogen wird. Dadurch kann ich dann auch beide Motorhälften schön zusammenziehen und brauche in der Regel auch keinen Setzschlag. Bei 9 von 10 Motoren geht es ohne. Es geht natürlich auch anders herum, ich habe aber die Erfahrung gemacht wenn zuerst die Lager auf die KW kommen und man setzt diese erst in das große Gehäuse ist das kein Problem, dann kommt das kleine Gehäuse drauf, welches ja heiß ist. Und wenn dieses nicht sofort passgenau aufgesetzt wird, kann es vorkommen das es zu schnell abkühlt und beide Motorhälften nicht 100%ig fest zusammensitzen. Hierbei muß dann ein Setzschlag gemacht werden, im schlimmsten Fall muß der Motor noch mal gespalten werden. Von daher bevozuge ich die KW kalt einzuziehen. Ist jetzt aber nur meine eigene Meinung. Erwin macht es etwas anders, das hat aber auch seinen Grund den er vielleicht auch erläutert, speziell wenn es um eine Reparatur der KW geht.
Adrian, beim kalten Einziehen wird das Lager in meinen Augen zu hoch in axialer Richtung belastet. Ich könnte mir auch vorstellen, das der Lagersitz der Kurbelwelle, die sowieso ein Schwachpunkt ist, dabei leidet. Ich halte ein kaltes Arbeiten an der Welle für fachlich falsch. Aber wie immer zeigt die Praxis, das die Theorie nicht immer stimmt.
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Das beides möglich ist wurde mehrfach bewiesen Wie immer man vorgeht ist die eine Sache die andere ist wie sorgfältig man arbeitet. Meine übliche Methode ist die Lager zu erwärmen um ca 100 Grad, normalerweise fallen sie dann auf die Welle. Kann auch passieren das es 10-20 Grad mehr sein müssen. Ist abhängig von den Toleranzen. Kalt aufziehen mache ich nur bei reparierten Kurbelwellen. Dort kommt ja zusätzlich eine Welle-Lager Kleber zum Einsatz. Und den möchte ich durch die möglicherweise insgesamt 120-140 Grad hohe Temperatur (Raumtemperatur+ Erwärmung) nicht beschädigen oder zerstören. Die Lager selber haben mit dieser Temperatur gar keine Probleme (kurzfristig und ohne Last) Dabei wird das Lager mit einem selbstgebautem "Hilfswerkzeug" über den Lagerinnenring aufgepresst. Das Lager leidet dabei also garnicht. Die Welle möglicherweise, aber die ist eh bearbeitet um einen Klemmsitz zu erreichen. Habe eben meine geschweisste Motorhälfte zurück bekommen und kann also jetzt den Motor wieder reparieren. Werde mal versuchen den gesamten Vorgang mittels Fotos zu beschreiben. Die ganze Geschichte derartiger Reparaturen ist aber mehr etwas für Fachleute mit dem entsprechenden Grundwissen
Du hast vielleicht sogar Recht und von der Logik her sowieso. Durch das Einziehen des Lagers entsteht eine gewisse Reibung da ja Eisen auf Eisen trifft, daher werden beide Teile von mir gut geölt. Es wäre wirklich zu überlegen ob ich in Zukunft die Lager auch etwas erwärme, so in den Bereich zwischen 60 und 80°C das schadet mit Sicherheit überhaupt nicht. Ist auf alle Fälle ein Denkanreiz, danke für den Tip.
Aber mal noch eine andere Frage, wie werden die Lager ab Werk eingesetzt, in der Regel werden die doch immer gepresst oder bin ich da falsch informiert?
So habe es denk ich mal noch retten können ich werde sonntag den Motor komplett zusammensetzen und dann mal laufen lassen in der hoffnung das er läuft.
Kurbelwelle dreht sich leichter weshalb ich guter dinge bin
Hier hab ich noch ein altes Video aus meiner damaligen Garage. Damals hatte ich noch keinen Strom beim Basteln zur Verfügung, und musste mit Gasbrenner arbeiten. Man kann aber zum Schluss sehen, wie schön das Lager reinflutscht.
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Ich mach es halt im Backofen, hab noch einen alten im Keller stehen, auf 150°C erwärmen und es flutscht genau so. Die große Hälfte mach ich meistens mit dem Heißluftfön weil ja meistens noch das Getriebe drinn ist. Funktionieren alle drei Methoden gleich gut.
Vielen Dank für die vielen Tipps habe die beiden Gehäusehälften zusammen und die kurbelwelle lässt sich drehen motor ist soweit auch weder zusammen.
Jz habe ich das nächste Problem ich kann das blöde Ritzel für die Ölpumpe nicht wieder finden ich und meine Ordnung ^^ hat jmd von euch sowas da und würde mir diese auch verkaufen? Benötigt wird das ritzel für die Kurbelwelle.
Kommt nochas auf die Kurbelwelle? (Varioseite) Hat jmd ne Explosionszeichnung was in welcher reihenfolge aufgeschiben wird?
Wollte mal ne kurze Rückmeldung geben da ich auch die vom Erwin erwähnten Lager bestellt habe.
Hab die wellenseitigen Lagerbohrungen jetzt zwar noch nicht fein ausgemessen aber mein digitaler Meßschieber bestätigt genau einen Hundertstel kleineren Durchmesser im Vergleich zu den anderen Lagern (gebrauchten) Lagern die bei mir auf Halde liegen.
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