Da das Topic "Motor Block reinigen" off topic abgedriftet ist, möchte ich hier ein neues eröffnen, und meine eigenen Bemühungen einbringen. 1) Trockeneisstrahlen: Effektiv, externer Dienstleister, sauteuer ( 2019 im München 180 EUR/h netto.) Nein Danke. 2) Benzin: Ordentliches Ergebnis, aber keinesfalls perfekt, Eigenleistung, giftig und explosiv. Nur im Freien. Entsorgung problematisch (Verdunsten lassen?) 3) Dieselöl: Ergebnis Ähnlich wie Benzin, jedoch schwer brennbar, nicht verdampfend. Ein Ölfilm bleibt, weniger giftig. Nachreinigung mit >>Bremsenreiniger nötig; billig und Eigenleistung; Entsorgung Sondermüll oder Fitern und zum weiteren Reinigen recyclen. 4) Biodiesel: Reinigt besser als Diesel, sehr hautfreundlich, biologisch abbaubar, stinkt nicht. In Räumen leicht anzuwenden. Biodiesel verdunstet nicht und löst bei längerer Anwendungszeit auch Krusten sehr schön und auch Lacke werden angebeizt. Ölfilm muss am Ende abgewaschen werden. Kosten niedrig, wenn erhältlich. Entsorging über den Hausmüll, da kein Explosionsgefahr und Abbaubarkeit besteht. Das freut das Müllkraftwerk. 3) Bremsenreiniger: Reinigt gut, aber nur frische, relativ wenig verharzte Öle und Fette, Einwirkung kurz wegen Verdampfung. Keine flüssigen Abfälle. Spritzt wie Sau in der Gegend herum und verdreckt alles. Kosten naja, schon nicht unerheblich. 5) Bremsflüssigkeit: Keine eigene Erfahrung; soll gut reinigen, abwaschbar da hygroskopisch; Kosten niedrig (wenn Altware aus der Werkstatt) Entsorgung Sondermüll. Laut meiner Werkstatt eignet sich Bremsenreiniger auch sehr gut zum Lösen von festsitzenden Schrauben usw. Das hat bei mir aber nicht geklappt. 6) Lösungsmittel: Manchmal ok, bes. Aceton oder Waschbenzin: viel zu teuer und giftig für ganze Motorblöcke. Ethanol ist unwirksam. 6) Haushaltsreiniger sind alle unbrauchbar, weil meist zu stark verdünnt 7) Industriereiniger sind brauchbar, aber nach Vorschrift mit Schutzkleidung arbeiten, da sie Verätzungen und Gesundheitsprobleme aller Art verursachen können. Nicht umsonst findet man sie nicht im Drogeriemarkt. Unbedingt Inhaltsstoffe und Datenblatt rungterladen. Auf saure (Kalkreiniger) oder stark basische Reiniger (NaOH, KOH) verzichten, denn sie lösen Alu auf. Es müssen Reinger sein, die explizit auf Fette/ Öle ansprechen, z. B Größküchenreinger. Ich nenne hier 2 Beispiele: a) Orangenreiniger Konzentrat Sweet Orange, www.dasblauewunder.de Es eignet sich zum Entfetten und Ablösen von Belägen Qrangenöl kann Allergien erzeugen. Es greift auch Lacke an. Ich habe es benutzt, um Verbrennungsrückstände/ Ölkohle zu entfernen, was sehr schön geht. Nachteil ist das ziemlich schnelle Verdampfen des Mittels, dadurch kein Einweichen möglich. Anwendungen in Küche und Haushalt ist der ursprüngliche Anwendungszweck. Riecht nach Apfelsinen (!). Sehr hoher Preis, aber sehr ergiebig. b) Entfetter TS-61 von Abacus Chemie www.abacus-shop.de scheint eigentlich eine Art von Kaltreiniger für Großküchen und Industrie / Werkstatt. Geruchlos und nicht schäumend. Man kann ihn konzentriert anwenden, wobei die Reinigungswirkung mit Zahnbürstenmassage excellent ist, auch bei verharzten Ölen und langer Einweichzeit oder man verdünnt ihn stark und hat dann immer noch eine hervorragende Fettlösekraft z. B bei Dunstabzugshauben, Kaminofenglas und Wohnwagen mit Wasserstreifen. Anschaffung hoch, aber ebenso sehr, sehr ergiebig. Man kann einen Motorblock problemlos mit 0,02 l purem Reiniger und 0,5 l Spülwasser aus einer Sprühflasche und einer Zahnbürste sauber kriegen, dadurch gibt es auch sehr wenig Schmutzwasser. Entsorgung über Hausmüll oder in den Kanal, wenn wenig Mineralöl drin ist... T-61 ist für große Objekte geeigent, weil es nicht verdampft. 8) Mechanische Reinigung scheint mühsam, ist aber als Vorarbeit immer sinnvoll. Dabei spreche ich hier nur von dicken Verkrustungen > 1 mm, die bei der Nassreinigung viel Dreck machen würden. Feinreinigung immer mit einer anderen Methode. Frohes Putzen!
Gendert von Hauptmann Koepenick am 21.Jul.2019 10:08 |