Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren
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Hauptmann Koepenick

150 Beitrge
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Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 31 Oct. 2019 19:14
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Hallo Freunde, ich beschreibe hier zusammengefasst, wie ich die völlig vergraute und durch UV zerstörte Klappe restauriert habe. Da war nichts mehr zu verlieren... also: - Klappe schnell ausgebaut und Schloss raus.
- Sehr grobes Schmirgelpapier (so 60er oder was da ist) nehmen und im Kreuzgang die Oberfläche komplett vom zersetzten PP befreien. Da geht richtig was runter, am besten naß arbeiten.
- danach Nacharbeiten mit Stahlwolle und Wasser, das glättet die gröbsten Schrunden. ( z. B AKO Pads?)
- Zu guter Letzt mit einen Heißluftpistole bei etwa 300 C und möglichst einer Schlitzdüse die Oberfläche abfächern und anschmelzen. Das erzeugt einen (etwas wolkigen) seidigen Glanz.
- Im Ergebnis hast Du dann eine etwas genarbte ( >>Kreuzgang) geschlossene, neue unempfindliche Oberfläche, die wirklich gut aussieht. Ein bischen wie Kunstleder. Die leichten Wolken vom Anschmelzen kannst Du verschmerzen; es ist 100 mal besser als vorher.
Das Schönste daran, das alles ist in einer halben Stunde getan. Man braucht keinen Lack oder Neuteile. Und es braucht keine teuren Pflegeprodukte, die sowieso nicht halten, was drauf steht. Viel Erfolg wünscht Willi, der Aufschneider PS, Apropos Pflegeprodukte: Ich verwende für die PP Seitenteile entweder ein Pflegepad vom Meguiar (kostet ein Vermögen, ist aber gut und einfach), oder Nigrin Kunststoffpflege. Damit habe ich sehr gute Erfahrungen bei ausgeblichenen Stoßstangen am Fiat Duacato gemacht, es hält viele Monate lang, wenn es erstmalig oft genug aufgetragen wurde. |
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Road-Runner1954


102 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 31 Oct. 2019 20:56
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Fotos davon wären schön |
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*Manfred8bm*


910 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 10:40
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Willi, ich weiss echt nicht welche Service-Klappe Du meinst ! Du hast ja alles schön beschrieben, aber verstanden habe ich davon nichts. Ein oder zwei Bilder dazu würden ggf. schon etwas helfen. MfG Manfred |
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erwilud

10810 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 10:57
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Hallo Geht mir ähnlich, die einzige "Serviceklappe" an der Hexe welche ich kenne ist die Klappe unter dem Sitz welche Zugang zur Kerze ermöglicht. Die hat aber kein Schloß sondern ist geschraubt. Auch ist sie mit einer PVC Schaumfolie bezogen und kann weder abgeschmirgelt werden noch mit 300 Grad behandelt werden. Solltest du jedoch die Tankklappe meinen, die ist aus PP und schmilzt bei ca. 230 Grad, Verformungstemperatur bereits 160 Grad. Also bitte einmal Bilder deiner Aktion. Gruß Erwin |
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yamgroggy


975 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 12:09
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Er wird schon die Klappe für Benzin & Öleinfüllstutzen meinen. Hab meine auch geschmirgelt, geföhnt und lackiert. 
Ciro |
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Hauptmann Koepenick

150 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 17:18
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Genau, yamroggi. Noch ein Indikator, nur diese Klappe ist aus PP und hat ein Schloss. Fotos gibt es leider nicht. es war zu einfach und zu schnell erledigt. Willi Vogt |
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dad2t


Admin
7579 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 17:37
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Folie geht auch.  Gru an alle 2T und Vzwoo-Fans. Naaa gut, an die anderen auch Hans |
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erwilud

10810 Beitrge
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RE: Zentrale Kunststoff- Serviceklappe restaurieren, 01 Nov. 2019 20:09
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Hallo "Fotos gibt es leider nicht. es war zu einfach und zu schnell erledigt." Und es wird nicht lange halten, denn so ganz einfach wie es sich anhört ist es nicht es sei denn des Ergebnis und die Haltbarkeit spielt keine Rolle Versucht es mal mit beflammen, geht ganz einfach mit einer Lötlampe. Mit einer Gasflamme ganz kurz über die Oberfläche flammen. Dabei das PP nicht anschmelzen. Die Oberfläche von PP wird durch die Flamme "aktiviert". Nach den Beflammen innerhalb der nächsten Stunden lackieren, ansonsten verschwindet die Aktivierung. Die Lackierung hält viele Jahre. So habe ich es in der Automobilindustrie mit PP Stoßfängern und anderen Teilen gemacht. Habe solche Anlagen mal konzipiert und bauen lassen. Sind aber für unsere Zwecke unnötig und auch zu teuer, gehen schnell in die 2stellige Millionen Euro Bereiche
Warum die vorgeschlagene Lösung eine absolut suboptimale ist hier mal der Versuch der Erklärung. PP bzw. PP/EPDM bereitet je nach Zusammensetzung hinsichtlich der Lackhaftung große Schwierigkeiten. Wegen seines unpolaren Charakters galt PP jahrelang als beinahe unlackierbar. Lösliche Inhaltsstoffe von PP und PE beeinträchtigen die Haftung. Auf die Kunststoffoberfläche gelangt, werden sich insbesondere die löslichen Inhaltsstoffe negativ auf die Haftung auswirken. Es gibt dafür eine Messgröße. <38mn keine="" haftung="">38 gute Haftung. Gemessen wird im Regelfall mittels einer speziellen Tinte (habe ich immer Zuhause) Vor allem Polyolefine wie Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) gelten als schwer lackierbar. PP ist zudem ein hinsichtlich Polymerabbau sehr empfindlicher Werkstoff, bei dessen Aktivierung die Bildung geschwächter Grenzflächen und somit Haftungsprobleme vorprogrammiert sind. Durchs Beflammen wird die Oberfläche sehr schonend aktiviert. Mit der Beflammungsintensität nehmen der Sauerstoffgehalt und die polaren funktionellen Gruppen an der Werkstoffoberfläche zu, während die Rauhigkeit nahezu unverändert bleibt. Durch das Beflammen werden polare funktionelle Gruppen erzeugt, die fest mit dem Grundwerkstoff verbunden sind. Insgesamt ist der Anstieg der Polarität schwach (aber ausreichend) ausgeprägt. Mit steigendem Additivanteil auf der Kunststoffoberfläche nimmt die Lackhaftung auf PP-Bauteilen jedoch drastisch ab. Die Additive konnten durch praxisübliche Reinigung nicht von der Oberfläche entfernt werden und wirken einer guten Haftung entgegen. Auch haben Reinigungsverfahren wie CO2-Schneestrahlreiniung oder Wasser- Isopropanol/Ultraschall) keinen Einfluss. Mit chlorierten Reinigungsmitteln gelinkt zwar die Entfernung der typischen Additivstoffgemische jedoch kommen die Additive in sehr kurzer Zeit vom Werkstoffinneren wieder an die Oberfläche und der Lack löst sich wieder. Dauer einige Stunden bis einige Monate. Es gibt allerdings inzwischen (die Entwicklung geht ja immer weiter) recht gute Grundierungen, Haftvermittler und Kleber welche das Ergebnis ganz deutlich verbessern. Aber mit Schmiergelpapier und einer Heissluftpistole geht es nicht ordentlich. Besonders nicht mit 300 Grad weil der Schmelzpunkt bei ca. (ja nach Mischung) bei 160-190 Grad liegt. Ausnahme PPS aus dem unsere Scheinwerferreflektoren sind, die können bis 280-290 Grad ab.
Gruß Erwin
Gendert von erwilud am 1.Nov.2019 23:48 |
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