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RE: Liane‘s Hexe
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itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 07 Sep. 2015 10:48


Rot-werd-hage, 

ich denke es ist völlig o.k., dass man auch für andere mal etwas tun kann.

Ich stelle das hier ein, nicht um mich zu profilieren, sondern hoffe, dass auch andere vielleicht das eine oder andere als hilfreich erleben. Bilder sind oft mehr wert als 1.000 Worte...

Ich bin beruflich vorbelastet, bin Garage- und Werkzeug-technisch recht gut unterwegs und reise ja beruflich mehr oder weniger regelmäßig nach Köln. So ist mein Aufwand doch noch überschaubar. 

Generell ist ja diese Gemeinschaft hier recht einzigartig und immer hilfsbereit. Auch haben hier ja auch Erwin und Manfred tatkräftig unterstützt. 

Also - danke für die Blumen - ich nehme das mal so entgegen. Und so‘n T-Bone ist auch etwas Feines. 

Viele Gre,
der Volker aus HER.
EXS125: Spritmonitor.de

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Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 07 Sep. 2015 14:01


‘‘Mohltied‘‘-Hage Volker, 

Damit Dir der Weg ‘‘no Kölle‘‘ auch leichtfallen möge... als ‘‘verlockender Ansporn‘‘ schon mal ein optischer ‘‘Appetit-Anreger‘‘!      

Jedoch, "Erst die Arbeit - dann das Vergnügen‘‘!   Wie mein alter Ausbilder/Meister schon sagte. Aber - Du wirst die Hexe schon ‘‘schaukeln‘‘... 

(zwar kein ‘‘T-bone‘‘ - aber ‘‘Texas‘ finest‘‘ 72 oz (etwas über 2kg) - an dem schon ‘‘Konny Reimann‘‘ in Texas gescheitert ist!) 

Ich wünsche Dir ‘‘Frohes Schaffen‘‘... und danach auch zarten Genuss.  

Das erste Mal -daß eine Hexe - in ‘‘Steak‘‘ aufgewogen wird...  Das muß ja gelingen! 

PS+edit: Zu Deinem ‘‘Nachsatz‘‘... Es überrascht mich immer wieder - welch Neue technischen Lösungen Du parat hast..!!!  

Lieben Gruß  nach Herne und auch an Liane in Köln...

Fritz   

Immer schön Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!




Gendert von Rollator Opa am 7.Sep.2015 14:09
 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 10 Sep. 2015 22:49


Schönwetterhage, 

da heute nochmal angenehme Temperaturen herrschten, die Sonne herausblickte und ich 1 Stunde früher Feierabend machen konnte, habe ich mich dann daran gemacht, eine der 2 "Rossoroten" aus der Garage hervorzukramen.

Zunächst habe ich versucht, mit einer geladenen Batterie das Ding zu starten - das funktionierte auch nach Anschluss eines zusätzlichen Massekabels nicht. Der Anlasser dreht nur sehr widerwillig. Sei‘s drum - der Motor wird eh getauscht. Also ab auf die Bühne.

Das sieht ja erst einmal gar nicht so schlecht aus. 

Getriebedeckel trocken, so auch das Hinterrad. Check.

Die untere Verkleidung - naja, schön ist anders. Aber vielleicht geht da noch was. Die hinteren Schrauben rechts wie links waren abgerissen und mussten mit dem Dremel herausgepopelt werden. 

Dämpfer und Scheibe haben fertig - Ersatz kommt von Hexe 1.

Gleiches gilt für diesen schwarzen Scheinwerfer. Hexe 1 hat ein Spenderteil.

Da stehen 26000 auf der Uhr - die waren aber wohl nicht immer fröhlich.

Unterm Kleid sieht‘s dann doch etwas desolat aus. Durchgewetzte Radabdeckung...

knusprige Schläuche...

und schier unglaublicher Dreck, Spinnenkadaver und -nester in jedem Schraubenloch. Der Tank hat einen Riss am Einfüllstutzen.

Jahre der Verwahrlosung. Das ist übrigens eine € 100 Hexe. 

Naggisch. 

Hier ist die Hülse vom Luftfilter mitsamt Schraube eine innige Verbindung mit dem Motorgehäuse eingegangen. Nicht tragisch, Motor wird ja gewechselt.

Hexe Zwo bereit zum Dampfstrahlen. Morgen. Irgendwie hatte ich das alles schon mal? Grrrrr... 

Viele Gre,
der Volker aus HER.
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Neuhexer180




108 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 11 Sep. 2015 01:02



 
     
ZaCer




285 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 11 Sep. 2015 07:30



Gru
Daniel
 
     
frieden79



73 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 11 Sep. 2015 13:25



 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 11 Sep. 2015 21:11


Neptunhage, 

heute war Dampfstrahltag. Zunächst aber erstmal den Variodeckel ab und die Innereien ‘raus. Dabei dann das:

Wie kann man diesen Aufdruck missverstehen????????  Gut zu erkennen, was mit dem Riemen passiert, wenn er verkehrt herum läuft. Hin und über.

Dann wäre da noch die Ölpumpenschraube, die, wenn zu lang gewählt... 

...sich dann am Ölpumpenrad zurechtschleift. 

Aber nochmals: Der Motor wird eh nicht genutzt.

Aber so eine Dusche macht aus dem fürchterlich verdreckten etwas doch noch etwas hübsches. 

Der Rost hält sich in sehr erträglichen Grenzen, da der Lack ja vom Dreck schön konserviert war... 

Sonntag geht‘s dann weiter...

Viele Gre,
der Volker aus HER.
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Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 12 Sep. 2015 12:09


HUT-AB-HAGE Volker,

Dass Du - jetzt schon zum 2ten Mal - nicht den MUT - die AUSDAUER + BEHARRLICHKEIT verloren hast... die Wiederauferstehung von LIANES - jetzt "Zweit-Hexe" voranzutreiben! 

Daran erkennt man aber auch - dass Du noch aus einer Generation stammst - Die an AUFBAUEN oder auch Reparieren gewohnt ist.....   Nicht wie die jetzigen Frust + Lust-Zerstörer -welche noch NIE etwas aufgebaut haben... - von Denen Einer (oder Mehrere) über Lianes (und im gewissen Sinne auch Deiner) Erst-Hexe hergefallen sind!

Bewundere wirklich Deine Entschlossenheit - mit der Du Liane wieder eine wirklich vorzeigbare "Rossorote" vor die Türe stellen wirst!

PS An den "Drehrichtungs-pfeilen" auf dem Antriebsriemen - erkennt man schon - wessen "Geistes Kind" der Vorbesitzer ist! Hoffentlich findest Du nicht noch mehr Überraschungen dieser Art!

Pfusch hält oft mehr auf, als normaler Verschleiß! Aber Wem sage ich Das!!?? Wünsche Dir Gutes Vorankommen - am Gelingen habe ich keine Zweifel!

Gruß und "Glück auf"!   Wie man im "Pott" zu sagen pflegt.

Fritz    Glück auf! auch bei H96.   

Immer schn Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!
 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 01 Nov. 2015 19:40


Sonntagshage, 

so, schon lange nicht mehr über Liane‘s Hexchen berichtet. Ich bin in der Arbeit voran gekommen, aber da dieser 2. Aufbau ursprünglich nicht in meinem Terminplan war, dauert alles viel länger und fordert Liane und mir Geduld ab.

Letztendlich taten sich auch noch viele Baustellen auf, mit denen nicht zu rechnen war.  Aber erst mal ein Update der nun erledigten Arbeiten.

Das Entfernen des alten Antriebsstrangs aus der Spenderhexe war durch feste Bolzen und abgerissene Schrauben zum Geduldsspiel. Nicht Unmögliches, aber einfach nur zeitraubend.

Stoßdämpfer vorne und hinten, Bremsscheibe und Beläge wurden durch Teile der Originalhexe ersetzt.

Schwinge, Silentblock und beide Motorlager am Gehäuse wurden ersetzt (Schwinge aus der Originalhexe). Alle verschlissenen Teile hatten soviel Spiel, dass der TÜV das klar bemängelt hätte.

Benzintank wurde aus der Originalhexe übernommen, da der Tank der Spenderhexe am Einfüllstutzen einen Riss hatte. Die Schläuche waren ja schon an der Originalhexe erneuert, also übernommen.

Kühlflüssigkeit war die Originalbrühe, also auch durch einen frischen 50:50 Mix ersetzt. System entlüftet.

Erster Start mit hängendem, externen Tank und Benzin / Ölmix funktioniert. Mentale Notiz: Spritschlauch von der Pumpe künftig unbedingt provisorisch verschliessen, da die Pumpe bei laufendem Motor ja brav fördert. Hexe ungewöhnlich laut - Lecksuche - irgendwo am Krümmer. Also Puffi nochmal ab und Krümmer als Problem verifiziert.

Der war wohl schon sehr dünnwandig und hat wohl durch die unvermeidbare Verspannung beim Anziehen aller Befestigungspunkte aufgegeben. Also auf zum nächsten Abenteuer: Den Krümmer der Spenderhexe vom Motor lösen. Mit Meißel, Dremel, Flex unter Regie von Manfred gab der Krümmer dann auf. Anbau und Test - normale Geräuschkulisse. 

Test der Lichtanlage: Kein Abblendlicht / Fernlicht. Hatte schon an der originalen Hexe mit einem defekten Relais zu tun, also Frontverkleidung wieder ab und Relais ausgetauscht:

...und sowas hatte ich auch noch nicht gesehen. Test mit neuem Relais: O.K. 

Tankanzeige geht auch nicht - bewegt sich nur auf ca. 1/4 Tank, obwohl mehr als halb voll. Sender o.k., Kabel o.k., Anzeige im Cockpit defekt. Also Instrumententräger von Originalhexe umgebaut. Test aller Schalter und Anzeigen - jetzt O.K. 

GESTERN:

Fürchterlich verdreckte Karosserieteile beim lokalen Dampfstrahler neptunisiert. Zum Trocknen in die Garage.

HEUTE:

Karosserie ab Beinschild rückwärts montiert, Beleuchtungstest - alles gut. Sitz montiert - Hexe gestartet - ‘raus auf den Vorhof.

Kurze Starts und Sprints o.k., Bremse hinten perfekt, Bremse vorne fast wirkungslos. Scheibe und Beläge (neu) von Originalhexe übernommen - vielleicht Beläge Seite zu Seite vertauscht? Keine Ahnung - muss aber noch gerichtet werden. 

Schlimmer aber: Bei einem Sprint bleibt der Gaszug auf Vollgas hängen. Der hatte schon beim Zusammenbau irgendwie gehakelt, Manfred hatte das Ding auseinander und es erschien repariert. Aber wohl doch nicht. Voll toll: Denn nun kann die ganze Verkleidung wieder ab, um den Zug zu ersetzen. 

Die unteren Verkleidungen waren recht unansehnlich. Irgendwo hatte ich mal etwas von einer "Heissluftfönreparatur" gelesen. Also an einer versteckten Stelle des Hecks getestet. Immer noch keine Neuteile, aber wesentlich besser als zuvor.  Hier mal die linke Verkleidung "halb fertig":

So, hoffentlich sind dann der Gaszug und die Bremse vorn die letzten Baustellen, damit die Hexe zum Kittel kann. 

Muss wieder schauen, wann ich nächste Woche etwas Zeit locker machen kann...

Viele Gre,
der Volker aus HER.
EXS125: Spritmonitor.de

*** Diese Nachricht wurde mit Hilfe einer Taschenlampe in das Ende eines offenliegenden Glasfaserkabel gemurkst ***
 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 01 Nov. 2015 19:41


Doppeleintrag entfernt.




Gendert von itslikexmas am 1.Nov.2015 19:45
 
     
Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 01 Nov. 2015 20:48


Sonntags-Abend-Hage Volker, 

Hut ab...  vor Deinem immer noch vorhandenen Enthusiasmus! 

Ist es möglich, daß das Licht-Relais schon mal ne Rolle in ‘‘Das Boot‘‘ gespielt hat?  (aber Unter Wasser)  

Wie verstehe ich die ‘‘Heissluftfönreparatur‘‘?   Ein ‘‘Auffrischen‘‘ der Oberfläche durch ‘‘leichtes Anschmelzen‘‘ des Kunststoffs? Gasen da evtl bestimmte Anteile des Kunststoffs aus?   Das ist ja schon ‘‘höhere Chemie‘‘!  

Zum Glück sind meine unteren grauen Seiten-Verkleidungen noch ziemlich OK! Reibe Diese 2-3x im Jahr mit ‘‘Amor All‘‘ ein.  Aber Dein ‘‘vorläufiges‘‘ Ergebnis sieht schon relativ Verblüffend aus!! 

Weiterhin viel Erfolg bei der Hexen-Restauration 2.0   Wenn Du - binnen Kürze - zum 2ten Mal beim ‘‘selben‘‘ Graukittel auftauchst... wird sich DER aber gewiss wundern!

Gruß,  und baldiges Erfolgserlebnis 2.0 

Fritz   

Immer schn Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!
 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Lianes Hexe, 02 Nov. 2015 09:41




Rollator Opa:

...immer noch vorhandenen Enthusiasmus!


Hage Fritz, 

Na ja, mein Enthusiasmus hält sich mittlerweile in Grenzen - das Ding muss langsam fettich werden. 



Rollator Opa:

Wie verstehe ich die ‘‘Heissluftfönreparatur‘‘?   Ein ‘‘Auffrischen‘‘ der Oberfläche durch ‘‘leichtes Anschmelzen‘‘ des Kunststoffs? Gasen da evtl bestimmte Anteile des Kunststoffs aus?   Das ist ja schon ‘‘höhere Chemie‘‘! 


Genau. Heissluftpistole auf maximal, ca. 1-2 cm vom Werkstück, Kunststoff anschmelzen und Pistole weiterführen. Aufpassen muss man an dünnen Kanten, damit sich das Zeugs nicht wellt. Ich mache beim Rest mal ein Video davon - ist aber tatsächlich keine Raketentechnik und geht relativ flott. 



Rollator Opa:

Wenn Du - binnen Kürze - zum 2ten Mal beim ‘‘selben‘‘ Graukittel auftauchst... wird sich DER aber gewiss wundern! 


Das wird der erste Weg zum TÜV mit den Hexen - die Ori-Hexe hatte ja noch TÜV. Also kein Wiedererkennungswert...

Viele Gre,
der Volker aus HER.
EXS125: Spritmonitor.de

*** Diese Nachricht wurde mit Hilfe einer Taschenlampe in das Ende eines offenliegenden Glasfaserkabel gemurkst ***
 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 08 Nov. 2015 22:27


Zughage, 

so, gestern nachmittag mal die Züge entfernt und individuell begutachtet.

Zunächst sind ja die Gas-, Öl- und Bremszüge der Hexe gleich aufgebaut:

  • Eine Kunststoffummantelung,
  • die eng gewickelte Metallspirale,
  • eine Kunststoff- (Teflon-?) Hülle
  • und das Stahlseil (die Seele).

Nun habe ich schon viele Züge von knapp 20 Jahren alten Hexen ausgebaut und das Bild ist fast immer das Gleiche. Solange keine Quetschungen der Metallspirale vorliegen, hat die Seele i.d.R. keinen Verschleiss. Selbst wenn die Kunststoffummantelung an Stellen abgewetzt und brüchig ist, so sind die Metallspiralen ziemlich korrosionsresistent und zeigen oft nur oberflächlichen Rost. Auch das Innenleben der Züge scheint in Sachen Korrosion von Ausseneinflüssen gut geschützt zu sein, Seelen haben generell keinerlei Rost. 

Der primäre Gaszug (vom Griff zum Verteiler) ist problemlos. Der Ölzug vom Verteiler zur Pumpe franst manchmal dort, wo er zum Einhängen an der Pumpe kurz gebogen wird (Bild weiter unten). Die richtigen Problemzonen sind aber der Gaszug vom Verteiler zum Vergaser und der Veteiler selbst. Dort sind die Seelen der Gaszüge in den meisten Fällen etwas schwergängig. Auch hier nicht rostbedingt, ich denke, das hier die innere Hülle von der Seele abgetragen wird und das "Mehl" die Gängigkeit hemmt. Nachdem ich den Zug mit Bremsenreiniger über einen Seilzugöler "gespült" hatte, "fiel" die Seele wieder allein über die Schwerkraft durch den Zug.   Im Verteiler sind ein Gußteil und eine Hülse (s. Bile weiter unten). Die zeigen in den meisten Fällen Korrosion und sind zu reinigen oder zu ersetzen. Dort ist auch der Gaszug zum Vergaser gefährdet.

Jetzt kann man auch hier darüber philosophieren, ob der Abrieb der inneren Hülle so weit fortgeschritten ist und Toleranzen so groß geworden sind, dass die Seele nicht mehr vernünftig "geführt" wird und ein Klemmen provozieren wird. Den Nachweis dafür zu erbringen ist schwierig - man müsste hier den Zug auf ganzer Länge innen vermessen. Also den Zug auf Verdacht tauschen?

Gas- und Bremszüge sind sicherheitsrelevant. Blockiert ein Gaszug bei Vollgas und der Fahrer greift nicht sofort nach dem Zündschlüssel, kann das zu einem Unfall führen. Reisst ein Bremszug, dann gilt das Gleiche. 

Jeder mag so verfahren, wie er es für richtig hält - für mich regele ich das nun wie folgt:

  • Die Kunstoffummantelung reinigen und genau auf (Reibungs-) Beschädigungen und Quetschungen prüfen. Beschädigte Stellen kann man mit ein wenig Rostumwandler bestreichen / besprühen und mit Schrumpfschlauch reparieren.
  • Gequetschte Züge sind sofort auszutauschen.
  • Die sichtbaren Enden der Seelen auf Verschleiss (Knicke und Ausfransen) und Korrosion prüfen. Wenn nicht einwandfrei - austauschen. Dabei ein besonderes Augenmerk auf den Ellbogen am Vergaser - hier reibt die Seele Metall zu Metall.
  • Gleiches gilt für die Nippel. Die müssen bombenfest sein. Wenn nicht - austauschen.

Jetzt kommt das Thema der "Schmierung" - und hier wird viel diskutiert und gemutmaßt.

Ist die Kunststoffinnenhülle nun aus Teflon oder nicht? Zunächst erscheinen mir die Züge als "unbehandelt" seitens Pia. Eindringende Feuchtigkeit scheint kein Problem zu sein (wenn nach knapp 20 Jahren keinerlei Rost zu verzeichnen sind), also sind "feuchtigkeitsverdrängende" Eigenschaften wie bei WD-40 überflüssig. Säure- und Harz-freies Ballistol und Wasser ergänzen sich unschön - aber ohne Feuchtigkeit auch problemlos. Bleibt die Unverträglichkeit des möglichen Teflons mit diversen Schmiermitteln. Es gibt aber auch verträgliches Teflonspray. Hier glaube ich aber fest, dass der flüchtige Flüssiganteil nicht lange genug anhält, um das Schmiermittel an die weiter entfernten Stellen im Zug verläßlich zu verteilen. Dann kann man es auch lassen. 

Soeben erhalte ich eine Info meiner lieben Tochter (Schwerpunkt Chemie, arbeitet in einem Diagnoselabor): "WD-40 besteht hauptsächlich aus Petrolether und wird bei unseren Geräten als Flußmittel eingesetzt. Da in den Geräten auch in den meisten Fällen PTFE (Teflon) -dichtungen und schläuche verwendet werden, dürfte es auch bei dir kein Problem sein". 

...oder man tauscht einfach alle Züge nach 20 Jahren auf Verdacht. Geht auch. 

Ich habe dann zum Thema auch noch ein paar Fotos gemacht. Auch habe ich die Züge genau vermessen, die Daten habe ich leider heute in der Garage liegen gelassen - reiche ich mit ‘nem Edit nach...

Zunächst eine Art "Explosionsbild" des Verteilers - gut zu sehen, dass der Gaszug rechts unten diese große Hülse hat.

Hier die Einzelteile des Verteilers mit einer angegriffenen Hülse.

Ölzug (Pumpenende) mit ausgfranster Seele.

Züge im Längenvergleich (von oben nach unten): Oberer Gaszug, Ölzug, unterer Gaszug.

Korrosion am Zug, nachdem die Kunststoffummantelung beschädigt wurde.

Viele Gre,
der Volker aus HER.
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Dennis1986




3312 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 08 Nov. 2015 23:07


Sehe es genau so, nach gut 15 bis 20 Jahren 1x komplett getauscht gegen neue bei meinen Hexen. Da Piaggio ja im Wartungsplan schreibt Züge ölen, gehe ich davon aus dass es wohl keine Teflon Seele ist. Im Motorrad Bereich wird da viel mit ganz einfachen Ölen wie Nähmaschinen Öl gewartet. Auf der anderen Seite - wenn das Zeug 20 Jahre 1a funktioniert, ohne Wartung  (kenne keinen Händler der früher Züge geölt hat!) dann scheue Ich da auch den Aufwand und wechsele halt nach 2 Jahrzehnten


 
     
itslikexmas




1724 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 09 Nov. 2015 00:25


Zughage die 2., 

auffällig war jedoch beim Einbau der Züge, dass der Gaszug immer zu lang erscheint.

Damit der Gaszug mit korrekter Einstellung funktioniert, ist die Messingmutter am Vergaserellbogen am Limit ausgedreht, die Einstellung der Hohlschraube am Gasgriff gut zur Hälfte heraus. 

Die Einstellung am Gasgriff bewirkt wiederum, dass die Ölzug-Hohlschraube am Motorgehäuse bis zum Anschlag eingedreht sein muss, damit die Ölpumpe die korrekte Einstellung hat. Alles haarscharf am Limit. In einigen Fällen habe ich bei der Ölpumpenhohlschraube die Mutter entfernt, damit ich die extra Millimeter zur korrekten Synchronisation zwieschen Ölpumpe und Gaser hatte. 

Habt ihr da ähnliche Erfahrungen? 

Viele Gre,
der Volker aus HER.
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Rollator Opa




10781 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 09 Nov. 2015 11:27


Moins-Hage Volker, 

bei letztem Riemenwechsel geknipst. Die Position der Kontermutter auf der Hohlschraube entspricht Ölpumpeneinstellung ‘‘Strich auf Strich‘‘.   Auf der Hohlschraube ist wirklich nur noch ein 1/2 Gewindegang zum evtl. Verstellen übrig! 

Der Zug ist nicht zu kurz - sondern Zurück-geschoben... damit er ‘‘aus dem Weg‘‘ ist.

Am Vergaser ist der Einsteller fast ganz zusammen-gedreht... bis der 2-3mm ‘‘Leerweg‘‘ passt. Meine Züge sind also eher etwas ‘‘knapp‘‘ bemessen. Also auf ‘‘passt soeben‘‘!   Keine ausgefransten Züge und flutschen ‘‘wie geschmiert‘‘! Auch der Gasgriff ‘‘schnackt‘‘ zurück, wie‘s sein soll!  

Dafür ist der Zulaufschlauch zur Ölpumpe - kurz vor der Gummidurchführung durch‘s Gehäuse - undicht gewesen! Winziger ‘‘Vibrationsriss‘‘!   Ölschlauch-Verbinder gesetzt - Vorne + Hinten gesichert und wieder Dicht seit März. (reicht, weil nur ‘‘Gefälle-druck‘‘ bis zur Pumpe! Kommt aber komplett Neu rein - bei nächster Tunnel-Demontage!  

Übrigens... Prima Detail-Fotos haste geschossen!  

Gruß,  und weiterhin Frohes Schaffen. Ich hab mal wieder ‘‘Hexe‘‘... aber im Kreuz.  

Fritz   Derby-Sieger! 3:2    

Immer schön Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!




Gendert von Rollator Opa am 9.Nov.2015 11:31
 
     
Dennis1986




3312 Beitrge

RE: Lianes Hexe, 09 Nov. 2015 12:00




itslikexmas:

Zughage die 2., 

auffällig war jedoch beim Einbau der Züge, dass der Gaszug immer zu lang erscheint.

Damit der Gaszug mit korrekter Einstellung funktioniert, ist die Messingmutter am Vergaserellbogen am Limit ausgedreht, die Einstellung der Hohlschraube am Gasgriff gut zur Hälfte heraus. 

Die Einstellung am Gasgriff bewirkt wiederum, dass die Ölzug-Hohlschraube am Motorgehäuse bis zum Anschlag eingedreht sein muss, damit die Ölpumpe die korrekte Einstellung hat. Alles haarscharf am Limit. In einigen Fällen habe ich bei der Ölpumpenhohlschraube die Mutter entfernt, damit ich die extra Millimeter zur korrekten Synchronisation zwieschen Ölpumpe und Gaser hatte. 

Habt ihr da ähnliche Erfahrungen? 

Viele Grüße,
der Volker aus HER.
EXS125: Spritmonitor.de

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Ja, kenne ich!

Mutter unterm Ölpumpeneinsteller entfernen, manchmal ne kleine Uscheibe unterlegen damit Strich auf Strich sitzt.
Es kommt immer darauf an, ob schonmal Züge gewechselt wurden oder nicht, und von welchem Roller die stammen. Die Gaszüge für Mikuni und Dellorto Vergaser waren verschieden, bei Bestellung würfelt Piaggio das aber gerne durcheinander ist meine Erfahrung. Man kriegt es aber alles gut passend hin.


 
     
Overdrive




4686 Beitrge

RE: Liane‘s Hexe, 10 Nov. 2015 19:34


Die Einstellschraube vom lpumpenzug mit Teflonband einsetzen klappt auch 1a. (Mutter entfernt)
 
     
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