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Der Weihnachtskrieg in der City, 01 Nov. 2008 17:47
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Montag, 3. November: 10.47 Uhr Pltzlich kommt der Befehl von ALDI-Geschftsfhrer Erich B.: Fnf Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich stellen!
Von nun an berschlagen sich die Ereignisse: Zunchst reagiert TENGELMANN-Geschftsfhrer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an den Kassen.
15.07 Uhr EDEKA-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengrn in der Wurstauslage.
16.32 Uhr Die Filialen von PENNY und IHR KAUF bekommen Kenntnis von der Offensive, knnen aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstands-abkommen bis zum 10. Oktober. Die Gesprche bleiben ohne Ergebnis.
Dienstag, 4. November: 7.30 Uhr Im Eingangsbereich von KARSTADT bezieht berraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, whrend zwei Weihnachtsmnner vom studeltischen Nikolausdienst vorbei-hastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswnschen verhren. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleienden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunchst nur ohnmchtig zuschauen, immerhin haben jetzt auch SPAR, REWE und TENGELMANN den Ernst der Lage erkannt.
Mittwoch, 5. November: 9.00 Uhr EDEKA setzt Krippenfiguren ins Gemse.
9.12 Uhr TENGELMANN kontert mit massiven Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkhlregal.
12.00 Uhr Neue Dienstanweisung bei REWE:An der Ksetheke wird mit sofortiger Wirkung ein frohes Fest gewnscht. Der SPAR-Markt kndigt fr den Nachmittag Vergeltungsmanahmen an.
Donnerstag, 6. November: 7.00 Uhr KARSTADT schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.
8.00 Uhr In einer eilkig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte PENNY-Geschftsfhrer Walter T. von seinen Mitarbeitern lautstark Weihnachten bis zum uersten! und verfgt den pausenlosen Einsatz der, von der Konkurrenz gefrchteten, CD Weihnachten mit Mireille Matthieu ber die Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.
Freitag, 7. November: 8.00 Uhr Anwohner in der Ladenstrae versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfgung, die nun auch vom SPAR-Markt angedrohte Musik-Offensive Heiligabend mit den Flippers zu stoppen.
9.14 Uhr Ein ALDI-Sattelschlepper mit Pfeffernssen rammt den Posaunenchor Adveniat, der gerade vor KARSTADT zum groen Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.
9.30 Uhr ALDI dementiert: Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernsse, sondern um Christbaumkugeln gehandelt.
Sonnabend, 8. November: Die Fronten verhrten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
10.37 Uhr Auf dem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem MINIMAL-Parkplatz zum Verzehr von Glhwein und Christstollen ge-zwungen worden. Die Beamten sind ratlos.
12.00 Uhr Seit gut einer halben Stunde beschieen KARSTADT, EDEKA und REWE die Fugngerzone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Rum- und Streupflicht an. Umsonst.
14.30 Uhr Weite Teile der innenstadt sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen.
ENDE
Ingo
P.S.: meine erste Hexe habe ich geheiratet!! MIt einer blauen LX 125 fahre ich die Erste!!
Borussia for ever!!
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