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Ahnenforschung
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erwilud


Admin
10810 Beitrge

Ahnenforschung, 11 Nov. 2022 23:29


Hallo zusammen

Zwar nicht unbedingt ein Hexagonthema aber was solls Wie einige von euch wissen beschäftigen mein Bruder und ich uns seid vielen Jahren mit Ahnenforschung. Es war vor längerer Zeit schon einmal Thema hier im Forum. Vorgestern habe ich auf einer Ausfahrt ein bestimmtes Grab gesucht und auch gefunden. Natürlich nur mit Hilfe der Ämter möglich

Es ist das Grab meines Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großvaters und seiner Frau. Also sind ich/wir die13 Generation . Bis zu ihm haben wir alle Unterlagen meiner Vorfahren die da heissen Geburtsurkunde, (Taufschein), Heiratsurkunde und Totenschein. Er ist 1639 gestorben, also während des 30jährigen Krieges. Seine Frau starb 10 Jahre später und damit  wieder in Friedenszeiten. Es sammeln sich eine Menge Unterlagen an und es wird immer schwieriger. Die älteste bekannte Geburtsurkunde stammt aus dem Jahre 1579. Das waren bis jetzt über 30 Jahre Arbeit (in der Hauptsache meines Bruders) So hat halt jeder sein/e Hobbys

Gruß

Erwin




Gendert von erwilud am 11.Nov.2022 23:30
 
     
Abby HH




73 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 12 Nov. 2022 10:49


Moin Erwin.
Das ist aber interessant.
Auch ich bin hier in den Ahnen unterwegs.
Da die Jahreszeit etwas weniger Hexe zulässt, bin ich nun wieder dran.
Einige Zweige laufen bei mir gut, auch bis in die 13. Generation, andere stecken fest weil es leider kaum Unterlagen gibt.
Thema Ostpreussen oder Ungarn etc.
Auch den Sprung über den Teich konnte ich nachverfolgen.
Aber das wird noch mehr werden.
Schön dass es noch andere Ahnensucher gibt.
Viel Glück und Erfolg

Achim


 
     
erwilud


Admin
10810 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 12 Nov. 2022 18:02


Hallo Achim

Über den Teich haben wir auch Verwandte und zwar in Michigan/USA. Zu denen haben wir inzwischen regelmässig Kontakt. Was mich ein wenig geärgert hat ist das ich es zu spät erfahren habe. Denn ich habe 2 Jahre in Michigan gewohnt und deren neue Heimatstadt (Holland Michigan) häufig besucht. Aber was solls Weiter zurück gehen wird immer schwieriger weil es zu diesen Zeiten im Regelfall keine Unterlagen gab und demzufolge auch nicht gibt. Eine Urkunde meines Vorfahren lautet das Kind von Bauer Wilms (einer meiner Vorfahren) ist tot. Es gibt keine Chance heraus zu bekommen ob Junge oder Mädchen wie alt u.s.w. In meiner Gegend ging es früher wild her, es war mal Spanisch, dann französich und auch wieder holländisch. Viele der Urkunden aus der Zeit sind französisch. Aber was solls, es ist hoch interessant und spannend

Gruß

Erwin


 
     
erwilud


Admin
10810 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 12 Nov. 2022 20:09


Hallo Achim

Nochmal ich

Anbei mal ein Bild der damals üblichen "Urkunden" sofern überhaupt vorhanden. Durch den 30 jährigen Krieg ist vieles den Bach runtergegangen. Oftmals sind allerdings auch nie Urkunden erstellt worden.

Der ganz oben links ist ein weiterer Vorfahre von uns, gestorben 1672. Inzwischen habe ich gelernt diese Dinge zu lesen. Was Deutschland angeht sind beinahe alle Unterlagen welche noch existieren im Bundesarchiv in Bad Godesberg gelagert. Das Problem dort ist nur sie zu finden.

Gruß

Erwin




Gendert von erwilud am 13.Nov.2022 13:37
 
     
Martelli




1276 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 14 Nov. 2022 22:02


....ja das ist ein sehr interessantes Thema. Einen Vorfahren mütterlicherseits konnte ich auch bis ich glaube 1647 nachvollziehen. Der kam aus der schweiz - berner Gegend - ich vermute einen hugenottenhintergrund. habe dafür aber noch keine belastbaren beweise.

Mein Grovater mütterlicherseits ist im 2. WK als verschollen gemeldet mit sehr vager zeit und ortsangabe. Da konnte ich taggenau den Vermisstenstatus ermitteln und ort und die konkreteren Umstände..... war auch sehr schwierig und habe 1 Jahr dazu gebraucht.

Gruß

Dietmar


 
     
erwilud


Admin
10810 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 14 Nov. 2022 22:43


Hallo Dietmar

Mach dir nichts daraus, wir sind seit ca. 30 Jahren am suchen, natürlich mit Unterbrechungen. Es gibt ein Programm welches sich mit Ahnenforschung beschäftigt und weltweit diese Dinge zusammen führt. Wir haben einige der Ahnen bzw der Nachkommen sogar über DNA Tests gefunden. Auch haben die Mormonen ein Interesse daran und arbeiten weltweit an Ahnenforschung, wenn auch mit anderem Hintergrund. Aber an und ab haben sie gute Hinweise. Und wer 10-15 Generationen zurück kann ist schon extrem weit gekommen. Liegt auch daran das die Menschen früher weder Lesen noch Schreiben konnten und deswegen die Kirchen es übernommen haben. Ausnahme häufig die Adelshäuser weil es dort häufiger zur Ausbildung gehörte. Mit jeder Generation verdoppelt sich die Anzahl der Vorfahren. Ein Beispiel: Wenn irgendwelche Adelshäuser sagen sie können bis Karl dem Großen zurück sollen sie mal etwas überlegen. Denn dann haben sie ca 1,1 Milliarden Vorfahren  Bei 13 Generationen  (knapp 400 Jahre) sind es bereits über 8000 direkte Vorfahren, also ohne Nichten Neffen Onkel und Tanten u.s.w. sondern nur Opas und Omas. Denn mit jeder Generation verdoppelt sich die Anzahl. Verdopple 2 (Vater +Mutter) 40 mal. Deswegen weil wir alle einen Vater und eine Mutter haben, aber bereits 2 Opas und 2 Omas und 4 Uromas und 4 Uropas u.s.w.

Gruß

Erwin


 
     
Blauhexer




3783 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 25 Nov. 2022 17:45


Äußerst interessant,Erwin ! Wollte es auch mal versuchen,aber die Zeit fehlt immer .Direkt komme ich nur bis 1880 (Urgroßmutter väterlich) und 1867 (Urgroßopa mütterlich) zurück.Uroma kannte ich noch ,kann mich an 2 Besuche erinnern . ....sie dachte damals,Mutti wollte sie veräppeln als sie sagte : Menschen sind auf dem Mond gelandet.Kurz darauf verstarb sie mit 91. Vielleicht finde ich noch die Zeit für diese interessante Ahnensuche....

Gruß Martin


 
     
erwilud


Admin
10810 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 25 Nov. 2022 18:40


Hallo Martin

Ahnenforschung finde ich interessant wenn sie auch nicht wirklich wichtig ist Aber jeder wie er will. Es ist auch mehr das Hobby meines Bruders, ich unterstütze ihn halt so gut es geht. Wir haben eine Cousine 3 Grades welche dieses Hobby extrem betreibt und dafür Bundesweit unterwegs ist/war. Es geht bei uns soweit das wir mit DNA Test arbeiten um vermeintliche Verwandtschaft zu bestätigen oder für nichtig zu erklären. Viele unklare "Verhältnise" wurden so schon geklärt. Gegenteiliges Beispiel. Du kennst Jadwiga, sie weiss nicht wo ihre Mutter geboren ist. Als ich die Mutter vor knapp 30 Jahren kennenlernte saßen wir gemeinsam in der Küche und haben uns unterhalten. Jadwiga übersetzte vom deutschen in polnische. Habe ihr nach ca. 15-20 Minuten gesagt sie könne sich das übersetzen sparen weil ihr Mutter Deusch kann/konnte oder es zumindest verstand. Sie hat mich etwas angemacht und ihre Mutter grinste und stand auf. Kam nach wenigen Minuten mit einem Karton zurück und leerte ihn aus. Es waren ihre Geburtsurkunde und ihre Schulzeugnise aus der Kindheit und zwar alle in Deutsch. Jadwiga war völlig baff. Jadwige stammt aus Chelmno, sie wusste nicht das diese Standt früher Kulm hiess. Im Laufe des Gespräches begriff sie dann langsam das ihre Großeltern immer deutsch gesprochen haben wenn die Enkel nichts mitbekommen sollten. In Polen war es seinerzeit verpönt von der Deutschen Geschichte zu erzählen. Selbst Namen mussten ins polnische geändert werden. Jadwigas Tochter lebte und studierte seinerzeit in Danzig (Gedansk) und sollte/wollte mir einmal Danzig zeigen. Nach 30 Minuten waren wir soweit das ich ihr Danzig zeigte und erklärte. Sie war völlig baff. Sie wusste nichts von der gemeinsamen deutsch/polnischen Geschichte der Stadt. War dann mit ihr im Museum und habe ihr die Stadternennungsurkunde gezeigt. Sie war völlig baff als sie sah das diese in Deutsch geschrieben war. Auf meine Frage hin warum in der Altstadt die Strassennamen zweisprachig sind (polnisch/ deutsch) wusste sie keine Antwort, es war ihr nie aufgefallen Ich kenne viele Leute welche sich rein garnicht für derartige Dinge interessieren, muß man auch nicht. Andere schon weil es spannend und interessant ist. Ausser viel Arbeit hat man ja auch keine Vorteile davon.

Gruß

Erwin




Gendert von erwilud am 25.Nov.2022 19:14
 
     
erwilud


Admin
10810 Beitrge

RE: Ahnenforschung, 25 Nov. 2022 22:50


Hallo Martin, hallo zusammen

Nochmal ich. Hier einmal einige wenige Bilder um zu zeigen wie interessant es sein kann (aber nicht muß) und dann auch nur für Interessierte.

Die Fotografie begann ja vor ca.150-180 Jahren. Wir haben in unserer Familie das Glück das auch dort sehr sehr früh begonnen wurde. Insgesamt haben wir ungefähr 5000-7000 Bilder beziehungsweise Negative. Sehr viele davon sind nicht mehr zuzuordnen oder beschädigt, aber auch Bilder die wenig bis nichts mit Familie zu tun haben. Und unsere letzte Zeitzeugin (meine Tante) ist Anfang des Jahres im Alter von 97 Jahren gestorben. Meine Mutter begann Mitte der 30ziger Jahre mit der Fotografie und hatte eine (tolle) Angewohnheit. Sie hat immer auf der Rückseite der Bilder geschrieben wer es ist und von wann das Bild ist. Mein Vater stieg auch sehr früh ins Fotografieren ein. Er war bei Zeiss und auch bei Leitz beschäftigt und hatte bereits zu Beginn eine Spiegelreflexkamera. Ich habe bereits mit 5-6 Jahren (also vor 65 Jahren) mit ihm im Keller Filme entwickelt und Abzüge gemacht. Aber zu den Bildern

Hier meine Mutter (rechts bei ihrer Oma, also meiner Urgroßmutter. Auf dem Bild sind also mein Großvater und mein Urgroßvater mit ihren Frauen zu sehen. Das Bild ist knapp 106 Jahre alt. es wurde vor dem Geburtshaus (der Abdeckerei) meiner Mutter aufgenommen. Dieses Haus steht immer noch und als ich es mir vor ca 2 Jahren mal wieder ansehen wollte kam der jetzige Bewohner mit seiner Tochter raus und fragte was ich denn wolle. Habe ihm erklärt warum ich da sei und er grinste Es war der direkte Nachkomme des Bruders von meinem Urgroßvater. Sein Ururgroßvater ist mein Urgroßonkel.

Hier einmal ein Familienfoto, alles Geschwister, rechts oben mein Ururgroßvater, rechts unten die Ururgroßmutter vom Besitzer des Bauernkaffees in welchem wir auf der Niederrheintour im Sommer waren. Der Mann links unten ist der "Begründer" der amerikanischen Linie von der ich weiter oben mal sprach. Er ist ca. 1850 nach USA ausgewandert. Er hat die Heimal mal wieder besuchen wollen (wie wir jetzt wissen um hier zu sterben) er ist auch kurz nach der Aufnahme an Magenkrebs gestorben. Seine Frau und seine Kinder sind damals nicht mit gekommen sondern in den USA geblieben. Die Nachfahren (zu denen wir Kontakt haben) leben noch immer dort

Hier mein Vater vor ca 85 Jahren, schon damals Motorradfahrer

Hochzeitsbild meiner Großeltern (1915), damals trug eine Braut noch dunkle Kleidung

Ein Bild aus 1870 oder 1871. Meine Ururgroßmutter (rechts) als Kommunionkind. Auch waren die Kleider der Mädels nicht weiss wie heute sondern schwarz

Damit aber von mir genug dazu. Will das Forum nicht mit Fremdthemen weiter belasten

Gruß

Erwin




Gendert von erwilud am 25.Nov.2022 23:08
 
     
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