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erwilud



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 07 Feb. 2016 14:50


Hallo Carsten

Ja habe ich einmal "erforscht" Bei unseren Hexen (2 Takter) sind die Steuerungen alle gleich. Mit Einschalten der Zündung wird sowohl die Vergaserheizung wie auch der Chock zugeschaltet. Allerdings bekommen sie erst nach dem Starten des Motors Masse so das sie erst dann wirksam werden. Soll heissen das sie nur mit laufendem Motor arbeiten. Und zwar solange bis das der Motor wieder abgeschaltet wird. Sie nehmen jeweils ca. 0,5 Ampere auf. Eine Temperatursteuerung gibt es nicht. Wenn man mal dem Kabelbaum folgt wird man feststellen das es zwar 2 verschiedene Stecker gibt aber nur einen Zugang zu den Steckern. Abschalten der Heizung ist als nur mit ziehen des Steckers möglich. Die Förderleistung der Pumpe habe ich nicht in absoluten Mengen gemessen sondern nur den Verstellbereich durch den "Gasgriff" und der ist ziemlich genau 1:4 will heissen bei voll geöffnetem Schieber geht die 4 fache Menge als beim geschlossenem Schieber durch. Heisst auch das die Mischungsverhältnisse zwischen 1:20-25 bei max Leistung und bei ca. 1:80-100 im Leerlauf liegt. Das wiederrum bedeutet das unsere Motoren bei einem festen Mischungsverhältnis im Leerlauf maßlos überschmiert würden und bei Volllast eher etwas zu wenig (immer bezogen auf die Landläufige Aussage 1:50 wäre richtig) Aber das weisst du ja eh

Gruß

Erwin


 
     
Hexencharly



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 06 Feb. 2016 05:40


Hallo Fritz,

weil du einen Anhaltspunkt für eine gute Kompression evtl. ab Werk gesucht hattest.

Sitze gerade über dem Werkstatthandbuch meines Italjet Formula 125 (2-Zyl.-2-Takt Maxi Scooters, auch nur echte 113,54ccm!).

Ich muss dazu sagen, dass er zum einen etwas kleineren Hubraum pro Zylinder hat und auch ein anderes Hub/Bohrungsverhältnis (Langhuber mit 43x41mm H/B) sowie andere Steuerwinkel und damit auch einen anderen Auslassfenster-Schluss und dementsprechend anderes (effektives!) Verdichtungsverhältnis als die Piaggio Maxis 125-180.

Kompressionsdruck ca.: 9,5 bar  

Verdichtungsverhältnis 8,4:1  (wobei an derer stelle von 13,0 +/- 0,5 : 1 die Rede ist, was ich aber für eher unrealistisch und falsch halte.

Habe aber an diesem Motor nie etwas selbst vermessen, nichtmal geöffnet!

Vergaserheizung abschaltbar?

Die neueren der Italjets fahren bereits einen PHVA-ED 17,5mm Dell‘Orto Vergaser. Für deren E-Choke Nadelverstellung steht: 3-3,5mm in 3-5min. Für dessen Vergaserheizung steht geschrieben:

"schaltet ein bei +9°C". "Die Vergaserheizung dient der Erwärmung des Vergasers, da es bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von -1°C bis +5°C zu Eisbildung im Vergaser kommen kann. Bei Temperaturen über +9°C schaltet die Vergaserheizung aus."

Und für die Rechner unter uns bzgl. Ölpumpe:

Leerlaufdrehzahl 1400 +/-100 U/min

bei 3000 U/min ca. 2ml innerhlab von 5min, Messwerte sollten zwischen 1,9-2,2ml liegen.

Drehmoment 13Nm@7000/min

Nennleistung 10kW/13,6PS@7500/min

EinlassMembran - Spaltmaß:

Ist ja auch immer bei uns die Rede von, die Membranplättchen sollten keinen Spalt aufweisen oder so ähnlich. Bei meinem Italjet steht dort als maximales Maß immerhin 0,2mm.

Gegendruckfeder - Verschleißmaß:

originale Länge dort wäre 110mm und unter 104,5mm wäre die GDF auszutauschen. Habe gerade das WHB unserer Maxis nicht zur Hand, ob diesbzgl. auch Maße angegebne sind. Kann mich im Moment nicht daran erinnern. Aber ist ja immer auch gut, wenn man mal GROBE Anhaltswerte von anderen Modellen im Hinterkopf behalten kann.

Dessen Thermostat geht bei 55°C (+/-3°C) um 0,1mm auf (Beginn) und bei 65°C (+/-3°C) auf 2,5mm auf (vollständig).

Aufgrund geschlossenen Kühlsystems und 1bar möglichem Überdruck werden bis zu 115°C Kühlmitteltemperatur möglich.

Automatische Vergaserheizung Dell‘Orto:
Haben unsere Maxis auch so eine Automatik für die Vergaserheizung? Gibt ja auch Maximodelle mit Dell‘Orto, wenn auch 2 Nummern größer mit 20,5mm als PHVB-ED.

Und wie schaut es bei den 20mm Mikunis aus? Hat das mal wer erforscht?

Gruß

Carsten

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Hallo, ich bekomme einmal BeschleunigungsÄNDERUNG bitte. "4-Takt?" Nö, is mir zu fett. Lieber da, den schön mageren 2-Takter mit Biß. "Zum mitnehmen?" Ja bitte. "Tüte?" Och, geht auch ohne. Dann noch von den dicken Birnen dort. "Das war alles?" Joh ! :-)
 
     
Rollator Opa



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 29 Jan. 2016 20:57


Gunamt @ all,

Am heutigen Nachmittag ‘‘Schrauber-Party‘‘ bei unserem ‘‘Bronco68‘‘-Chris in Hagen! endlich mal seine ‘‘Hexen-Höhle‘‘ gesucht und gefunden!   Dank Google-Maps auf Navi-App 0 Problemo...   Ist ja nur ~10min vom Treff anne Burg entfernt...  

Hier der ‘‘Chef‘‘ anne Arbeit - beim Abschrauben der Verkleidung. 

Hier schon beide Unteren+Oberen Seitenverkleidungen, die Tankklappe mit Rahmen und der ‘‘Tunnel‘‘ runter - ebenso Topcase-Träger + Rückenlehne! = Grund zur Kaffeepause!  

Mit meiner Reihengarage - incl ‘‘Pharaonen‘‘-Hexenbühne - kann ich mit seiner vollausgerüsteten Werkstatt ( sogar mit TV anne Decke ) nicht mithalten!  

Hier, mitten im Bild der Auslöser der ‘‘2-Taktöl-Inkontinenz‘‘, der wirklich knapp an Länge bemessene Ölschlauch ist - trotz Clip - vom originalen Auslass-Stutzen lediglich ‘‘nur‘‘ abgerutscht!   Es ist mir mehr als Unverständlich... wie DAS nach 18 Jahren passieren kann!!!   Durch ‘‘Winterfrost‘‘ Schlauch ‘‘eingelaufen‘‘??? Kaum denkbar! 

Um etwaigen ‘‘Wiederholungen‘‘ vorzubeugen - haben wir aber BEIDE Schläuche auf dem Weg zur Ölpumpe Neu und etwas großzügiger/länger verlegt!  Vom Auslaufhahn bis zum ‘‘Reduzierstück‘‘ innen 6,5mm - hinter dem Reduzierer zur Ölpumpe innen 5mm, außen 10,5mm... wegen der Gummidurchführung → in den Block... zur Pumpe - passt nix Dickeres! Der dünne Schlauch hoch zum Vergaser ist noch OK und nicht ‘‘Ausgehärtet‘‘... Blieb deswegen drin!  Anschließend Ölpumpe an mittlerer Schraube entlüftet... und da noch ca 2-2,5 Ltr ‘‘Notmischung 1:50‘‘ im Tank, den Motor gestartet und und mit ein paar kurzen Gasstößen laufen lassen bis die ersten Tropfen 2T-Öl aus dem ‘‘abgezogenen‘‘ Ölschlauch ausgetreten sind... Alles BINGO! 

Da die Verkleidung runter war - im ‘‘einem Abwasch‘‘ die neue CDI von Dennis (H.T.) eingebaut... und die komplette Verkleidung samt Topcase-Träger wieder drauf und... Feierabend für Christian... Aus den ‘‘geplanten‘‘ 2 Stunden sind zwar 2,5h geworden... aber da ich ja zu 90% auf‘m Schemel gehockt habe...   hat Chris doch Super-professionelle Arbeit abgeliefert...  wofür ich alleine mindestens Doppelt so Lange benötigt hätte!!! 

Auf der Heimfahrt - mittlerweile ‘‘Stock-düster‘‘ und über Land - zwar nicht über 90kmh/Tacho gekommen - aber nach 200-300mtr Kaltstartphase wieder ganz saubere Gasannahme und zügiges Hochbeschleunigen - ohne jedes ‘‘Bocken‘‘ oder dergleichen! Da der Sprittank durch mitgebrachtem Kannister mit 5,7Ltr Super95 wieder auf relativ normale Füllung verdünnt wurde... hat sich der Leerlauf/das Standgas - bei Ankunft zu Hause auch wieder auf ‘‘normale‘‘ 1500-1520UpM abgesenkt!

Ein ‘‘Topspeed‘‘-Test mit  war Heute Ü-Land und im ‘‘Düstern‘‘ nicht machbar! Und da für Moin und auch Sonntag nur Schiet-Wetter angesagt ist... muß ‘‘Dieser Test‘‘ auf nächste Woche vertagt werden!  

Grüße  @ all und an Christian nochmal Vielen Dank für die Profi-Schrauber-Stunde!  Konnte mir in Sachen Verkleidungs-Demontage+Montage viele ‘‘Tricks‘‘ abschauen... 

Fritz   

Immer schön Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!




Geändert von Rollator Opa am 29.Jan.2016 23:47
 
     
Rollator Opa



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 21:33


Leerer AGB... bezieht sich auf den von Jens evtl als defekt bezeichneten Udruck-Sprithahn! 

Schwimmerstand ist eingestellt - Vergaser gesäubert. Wie soll Dreck durch 3-4 Filter kommen? 

Das sind keine Fehlzündungen mit Knallen und dergleichen - sondern ein ‘‘Wegbleiben‘‘ der Zündung bei hoher Drehzahl. 

Gewechselt werden Ölleitung komplett mit Auslaufhahn - weil undicht!

Dazu die CDI - weil ich die gleichen Symptome schon mal hatte! Und ich weiss nicht - wieviel Km die ‘‘Gebrauchte‘‘ vor meiner Zeit auf dem Buckel hatte! 

Moin-Abend bin ich hoffentlich schlauer.

Gruß,  Fritz 




Geändert von Rollator Opa am 29.Jan.2016 23:26
 
     
erwilud



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 21:10


Hallo Fritz

Ich hoffe das deine Kiste bald wieder ordendlich läuft. Was ich noch nie verstanden habe ist warum man mehrere Dinge gleichzeitig macht (das hat jetzt mit dir nichts zu tun, sondern gilt allgemein) Ändere ich mehrere Dinge gleichzeitg bekomme ich nie raus was die wirkliche Ursache war. Und wenn wir hier von Spritmangel reden reden wir NICHT von einem leeren AGB sondern von der Versorgung des Motors mit Benzin. Und der Mangel kann sehr viele Ursachen habe wie z.B. klemmender oder unsauber öffnender Schwimmer, Dreck vor der Hauptdüse Einstellung des Schwimmers und so weiter und so weiter. Alles Dinge die sporadisch auftreten können und bei nur ganz ganz leichtem Gaswegnehmen verschwinden. Fehlzündungen würdest du warscheinlich hören zumindest machen sie sich ganz anders bemerkbar.. Aber wie auch immer, wechsle die CDI und sehe weiter.

Gruß

Erwin


 
     
Rollator Opa



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 20:22


Hi Erwin, 

Hier meine Zündapp KS50 Sport von 1969 war auch ‘‘Schlitz-gesteuert‘‘ - aber mit glattem Kolben... dafür der Zylinder schon mit ‘‘hartverchromter‘‘ Laufbahn. 

Ja ich weiss... der ‘‘Kettenkasten‘‘ fehlt!   War grad ‘‘Winter-Ende‘‘ + jede Menge ‘‘Streusalzmocke‘‘!  Nach der Aufnahme ging‘s zum ‘‘Dampfstrahlen‘‘! 

Trotz ‘‘Hartverchromter‘‘ Laufbahn - in 2 Jahren 3 Zylinder mit Kolben verbraucht! Klemmer - Klemmer - Fresser!   Immer wegen Überhitzung... wegen der in der ‘‘Klicke‘‘ verbreiteten ‘‘Frisier-versuche‘‘!  Mal mit Erfolg - mal Weniger! 

Seit dem hat mich der ‘‘Zweirad-Bazillus‘‘ eigentlich Nie verlassen! 

Schöne Zeit - verdammt lang her!  

PS+edit: Zum Sinn und Zweck meiner Kompressionsmessung habe ich Heute-Moin um 11:12h nichts Anderes geschrieben.  

Gruß,  und schönes We... auch beim ‘‘Mampfen‘‘....

Fritz   

Immer schön Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!




Geändert von Rollator Opa am 28.Jan.2016 20:33
 
     
Rollator Opa



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 19:59


Gunamt zusammen, 

@ Erwin,

Bei ‘‘richtigen‘‘ Oldtimern, wie Deiner Herkules mit einem Verdichtungsverhältnis von 6 : 1 , gilt natürlich die ‘‘Unfahrbarkeit‘‘ unter 6 Bar nicht! 

Genausowenig bei Rennsemmeln wie meiner ehemaligen FZR1000R.! Ich habe noch ein Kompressions-Diagramm von der ‘‘berüchtigten‘‘ 42 Tsd-er Inspektion. Da lagen die Drücke der 4 Pötte zwischen 13+13,5 Bar!   Für 42Tkm auch Super - da ~14 Bar dem Neuzustand entsprach!  

Das ‘‘Tier‘‘ war aber auch LAAKS-getuned mit 160 Pferden am Hinterrad! 

@ Jens,

Einen ‘‘spinnenden‘‘ Udruck-Sprithahn hatte ich auch schon. Und das war sogar ein NEUER! (hat mir Dennis in ‘‘Windeseile‘‘ über Nacht Kostenlos umgetauscht)  

Die defekte Membran äußerte sich durch ‘‘nicht richtiges Schließen‘‘ - welches zu Leerlaufen des AGB über Nacht geführt hat! Der Sprit sickerte in die Schwimmerkammer des ‘‘Versagers‘‘ - wo er dann durch das Überlaufröhrchen in den Ablassstutzen der Schwimmerkammer lief! (doppelte Funktion = Ablass mit Ablassschraube gesichert und Überlauf!) 

In meinem Fall dröppelte der Sprit zwar nicht auf Innenkotflügel und Hinterrad... sondern durch den Ablaufschlauch, (innen 4mm) den ich seitlich neben dem Seitenständer Links raushängend verlegt habe. Aber dann auch auf den Garagenboden.

Diese Undichtigkeit der Membran des Udruck-Sprithahns... kann auch ‘‘mit den Jahren‘‘ durch die schwingende Udruck-Luftsäule beim Ansteuern des Sprithahns vorkommen. Besonders wenn man per Y-Verbinder den Udruck vom Benzinpumpenschlauch anzapft!   Hier ‘‘pulsiert‘‘ es durch die Spritpumpe stärker - als beim ‘‘aufgebohrten‘‘ (2mm) MIKUNI-Vergaser-stutzen.  Kurz: ‘‘spinnender‘‘ Udruckhahn durch ‘‘ausgeleierte‘‘ + undichte Membran! 

@ Carsten,

Da Du das EX150 Fahrerhandbuch bzw die ‘‘Bedienungsanleitung‘‘ schon besitzt... brauch ich Dir Diese ja nicht mehr als ‘‘PDF‘‘ zu schicken??...  Warum ich das LX/T Original nicht tausche... hab ich Dir ja schon in PM geschrieben.  

Heute noch mal nen speziellen ‘‘Test‘‘ gefahren. Außerorts auf breiter Bundesstraße - bei 60˚ Betriebstemperatur - solange Vollgas  gefahren - bis der Motor aussetzen wollte... und Sofort Zündschlüssel auf Aus - und Ausrollen lassen... Sitzbank runter und... AGB randvoll!   Von Hier her - also kein Spritmangel! Und wenn die Membran des Udruck-Sprithahns schadhaft wäre... (siehe Oben)  Neustart mit etwas Gas-geben ohne Probs - dann aber gemütlich nach Hause ‘‘gekuttert‘‘... denn auf dem Heimweg mußte ich noch meinen ‘‘Messberg‘‘ hoch!  DEN Hoch-schieben!??   Nicht ohne ‘‘Sauerstoffzelt‘‘ - auf halbem Weg - zu schaffen!   Wenigstens für mich nicht!!

Aber Moin-Nachmittag ist ‘‘Schrauben mit Bronco-Chris‘‘ angesagt! Dann kommt neben Neuer Ölleitung - vom Öltank bis zum Vergaser - auch die Neue CDI/Zündbox von Dennis rein!  Dann seh‘n wa weiter...!

@ Christian,

Hi Großer, ‘‘ik freu mir schon‘‘!   Werde gg 15 Uhr bei Dir einrollern. (aber piano)

Gruß,   schönes We + der ‘‘Hexenhochburg‘‘ Moin-Abend ‘‘Guten Hunger‘‘...

Fritz   

Immer schön Senkrecht bleiben! Und das Schwarze nach Unten! Mit der Hexe, wie im Leben! Nehmt es Euch... und haltet es fest!!!
 
     
erwilud



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 19:43


Hallo zusammen

Hier mal ein Bild der einzelnen Spülverfahren für 2Takter für Interessenten. Daraus sollte eigentlich das Prinzig des Ladungswechsels und der Spülung hervorgehen. Wenn wir von 2Taktern reden meinen wir (ich) im Regelfall unsere recht einfachen Motoren und keine aufwändigen 2Taker wie sie in Schiffen üblich sind. Dort kommen 2Takter mit Ventilen und Turbos zum Einsatz. Wir haben im Regelfall die ganz einfachen "primitiven" 2Takter mit Schnürle Umkehrspülung im Einsatz Ob die Herkules bereits die Schnürle Umkehrspülung hat werde ich sehen wenn der Motor auseinander ist. Kann sein das er eine Schlitzsteuerung mit Nasenkolben hat.

Gruß

Erwin


 
     
erwilud



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 18:39


Hallo Carsten

Richtig, die Dichtungsverhältnisse lagen Anfang des letzten Jahrhunderts bei 4-4,5 (damals noch Atü).  Es gab sogar Motoren die garnicht verdichteten. Habe sich aber aufgrund der Leistungsentfaltung überhaupt nicht durchgesetzt. Aber um 1900 waren Verdichtungen von 4 an der Tagesordnung. Zum einen gab es keine Benzine die mehr abkonnten (die kamen erst mit dem Zusatz von Blei und Ethanol) zum anderen ist der selbstspannende Kolbenring erst später erfunden wurden. Vorher wurde durch das Öl abgedichtet. Der Ölverbrauch damals war ein echtes Problem. Ich habe von sehr sehr alten Motoren noch die Messdiagrmme. Ein Beispiel: Spritverbrauch 186 Gramm Benzin pro PS und Stunde (0,186 Kg/PS/h Öl= 0,243 Kg/PS/h an Öl. Das ging soweit das es ein Riesenproblem wurde weil sich das austretende Öl gerne entzündete oder den Piloten versiffte und er nichts mehr gesehen hat. Auch war es in der Anfangszeit nötig die Motoren nach wenigen Stunden zu zerlegen um Ölkohle von Kolben und Ventilen und Auslässen zu entfernen Im Regelfall nach 8 Stunden (Alte Flugmotoren waren während des Studiums ein Hobby von mir)

@ Fritz: Jetzt mal ganz ganz einfach ausgedrückt.(Carsten du schaust jetzt mal weg) Das Dichtungsverhältnis ergibt sich aus dem Volumen zwischen UT und OT in Relation zum eigentlichen Brennraums.  Das wir jedoch einen Brennraum haben in dem der Kolben nicht eingreift ist es nicht unendlich groß. Verdichten kann ich nur wenn ich das vorhanden Volumen verkleinere. Das geschieht bei einem 4Takter beginnend am unteren Totpunkt und endet am oberen Totpunkt.Weil während der Verdichtungs die Ventile zu sind (Raum geschlossen) Beim 2 Takter ist es aber so das ich mit der Verdichtung erst beginne wenn der Auslass verschlossen wird bzw. ist. Erst dann kann komprimiert werden. Alles was vorher geschieht ist der Ladungswechsel. Und das genannte Verdichtungverhältnis aus den Handbüchern gibt genau das nicht wieder. Man kann wohl durch eine solche Messung das eigentliche Brennraumvolumen errechnen. Weiterführendes Beispiel: Nimm eine dickere Kopfdichtung und die Vedichtung sinkt. Also sind die von uns gemessenen Werte immer nur ein Anhaltspunkt, können aber sehr gut zum Vergleichen rangezogen werden Z.B. alter Kolbenring zu neuem Kolbenring oder alter Kolben zu neuem Kolben. Also glaube nicht immer den Handbüchern. Da stehen zum Teil Dinge drin die einem schlecht werden lassen

Gruß

Erwin


 
     
Hexencharly



RE: ‘‘Zündaussetzer‘‘ auf der Autobahn , 28 Jan. 2016 12:47


@ Erwin,

auch sehr interessant, hatte gerade die Tage erst etwas über die Verdichtsverhältnis-Entwicklung über die Jahrzehnte des 20.Jahrhunderts aufgeschnappt:

Lag‘ wohl an dem verfügbaren Sprit und den noch nicht so gut designbaren Brennraumformen, wie ich vermute.

Quelle:

motorlexikon.de/img.php4?fotos/gross/K/K208.jpg

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Hallo, ich bekomme einmal BeschleunigungsÄNDERUNG bitte. "4-Takt?" Nö, is mir zu fett. Lieber da, den schön mageren 2-Takter mit Biß. "Zum mitnehmen?" Ja bitte. "Tüte?" Och, geht auch ohne. Dann noch von den dicken Birnen dort. "Das war alles?" Joh !




Geändert von Hexencharly am 28.Jan.2016 12:51
 
     


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