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creflo



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 27 May. 2020 14:12


So liebe Hexer,

das letzte Wochenende war da und lang Dank Vater- und Brückentage und langem Wooooochenende... Also war Zeit, alles mal wieder zusammen zu bauen. Gesagt getan, ging dann letztlich sogar schneller als gedach, obwohl ich ein bißchen nacharbeiten und basteln musste, denn die beiden Hälften ober- und unterhalb vom Tacho hatten sich "getrennt". 

Also angeschliffen und mit Harz behoben. Anschließend gleich noch die abgebrochenen "Schraubenfänger" mit angeschnittener Hülle von Stromkabel (NYM 3x1,5) ersetzt, in dem ich sie passend mit einlaminiert habe. Anschließend mit Harz und Quarzsand gemischt aufgefüllt, kurz mit 2mm Bohrer noch ein kleines Loch rein. Passt

Anschließend hat‘s noch Lack gegeben:

Nach dem Trocknen alles wieder - natürlich mit neuer Dichtung - zusammengebastelt und dann Batterie angeklemmt für einen Startversuch. Ergebnis: NIX

Der Anlasser drehte gefühlt merklich schneller als sonst. Zündkerze nicht richtig drin? Negativ, alles dicht, alles okay. Also zu wenig "Last". Zündkerze rausgeschraubt, KEIN Zündfunke. Das darf doch wohl nicht wahr sein?! Einige nicht forenreife Flüche später habe ich mich dann dazu entschieden, die Heckverkleidungen erstmal komplett zu demontieren. Einzige Schwierigkeit dabei war, die beiden im Kofferraum liegenden Muttern zu lösen, denn die Öffnung im Plastik lag leicht neben den Schrauben/Muttern. Mit ein bißchen Biegen und Drücken hat dann die Nuss entsprechend draufgepasst und ließ sich lösen.

Die Kunststoffteile ließen sich dann problemlos lösen, mussten allerdings mit Glacé-Handschuhen angefasst werden. Etliche Bereiche insbesondere an den Trittflächen sind angeknackst, gebrochen oder ganz rausgebrochen. Insofern werde ich es erstmal säubern, dann an den Stellen anschleifen und dann mit Glasfaser und Epoxydharz nacharbeiten und ggf. fehlende Teile neu drucken und mit einlaminieren.

Prüfung der Verkabelung gab dankenswerterweise schnell einen Hinweis, nämlich der Stecker, der in der CDI verschwand. Ohne abgebaute Verkleidung hätte ich das aber nicht so schnell bemerkt. Eine Klemme war in dem rechten Stecker in die CDI wohl nach hinten durchgedrückt und hatte damit keinen Kontakt mehr. Vielleicht war es der Tatsache geschuldet, dass ich erst JETZT die Verkleidung demontiert hatte. Das würde ich künftig nicht wieder so machen, weil man ohne die Heckverkleidung viel mehr Freiheit, Zugriff, Licht etc. hat.  Zündkerze kurz an Masse gehalten, getreten, Funke da. Puh...!

Es galt dann noch ein wenig Saubermachen, den alten Dreck wegpustensaugenwischenputzen, hier noch nicht im Bild geschehen. Wenn die Heckverkleidungen dann wieder heile sind, alles zusammen. Aber erstmal der spannende Moment. Zündkerze rein, Zündkabel drauf, Zündschlüssel gedreht, Anlasser gedrückt und....

BRUMMMMMMMM.... (Qualm...)

Das war der Fehler. Schwein gehabt, das hätte schlimmer ausgehen können.

Arbeitsplatz noch aufgeräumt und dann erstmal Feierabend gemacht gestern, saubergemacht. Alles weitere dann in den nächsten Tagen. Hoffentlich ist am Pfingstmontag alles wieder fertig und ich kann spätestens dann losrollern.

Soweit der Sachstand.

Liebe Grüße

Cornel


 
     
creflo



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 20 May. 2020 15:12


Hallo zurück,

in den letzten Tagen habe ich mich meiner Hexe gewidmet und manches Hexenwerk vollbracht. Am meisten Bauchweh hatte ich bei der Einarbeitung des Schwingenlagers. Dank des guten Tipps über die Holzvorrichtung zum Einbauen samt Anfasen des Lagers hat es tatsächlich geklappt. Allerdings nicht im ersten, auch nicht im fünften, sondern gefühlt erst im 10. Versuch.

Dabei musste ich "in Kauf" nehmen, dass das Lager sich erstmal zwangsweise auf einer Seite ein bißchen mehr reinzieht, als auf der anderen Seite. Letztlich hat die Physik gewonnen und natürlich konnte das Lager auf der anderen Seite dann nur irgendwann noch nachkommen. Als es dann drin war, lief es ganz simpel, wie geschmiert sozusagen. Am SChluss noch etwas justiert, dass es genau mittig saß, aber hat geklappt. DANKE an alle für die hilfreichen und aufmunternden Worte.

Viel einfacher, so dachte ich jedenfalls, wären die Motorlager. Diese beiden komischen Popeldinger ließen sich mit bösem Angucken schon rausnehmen, so geschrumpft und zerrottet waren sie schon. Die neuen allerdings hineinzubugsieren, das war dann schon etwas "ambitionierter". Ich bekam sie trotz fetten und ausrichten, trotz Zureden und Gewalt nicht vollständig rangedrückt. Letztlich halt nur, die Dinger in einer Gewindestande mit gekonterten Muttern festzupressen und mit Druck dann unter Einsatz von Fett reinzudrehen, sodass sie tatsächlich bis zum bitteren Ende reingingen und ihren Sitz gefunden haben.

Jetzt steht noch Tauch diverser Schläuche aus, dann Kühlmittel auffüllen (das Spülen spare ich mir, da erst vor 10tkm der Kopf neu gemacht wurde und das ist erst 2 Jahre her. Insbesondere der Ölschlauch hat es dringend nötig, den hatte ich mit einer Presszange vorne angefasst, damit er nicht abhaut und den Boden voll-ölt. Der will nun nicht mehr zurück in seine Ursprungsform, weil er total ausgehärtet ist. Gar nicht so einfach, das passende Schläuchlein zu finden, weil es ja von der Vario durch die Gummidurchführung durchmuss. Anschließend werde ich den SChlauch mit Öl fluten und dann wieder aufstecken, sichern und dann zur Sicherheit die erste Runde noch mit 1:50 Gemisch fahren, bis alle Luftblasen raus sind. Zwar habe ich keine mehr gesehen, aber man weiß ja nie.

Die Verkleidung rund um den Tacho war ja entzwei, US-Schweißen fiel aus mangels Möglichkeiten, so habe ich mich jetzt für‘s Harzen entschieden. Nein, ich gehe NICHT zum Amt und beantragte Har(t)z4, ich habe die Innenseite aufgeraut, Harz und Härter und Glasfasermatte besorgt. Die schneide ich dann passend zu, tupfe alles ein mit dem gut durchmischten Zeug, dann Matte drauf, festtupfen, feucht in feucht die zweite Lage drauf und dann hoffen, dass das den Vibrationen und der Bewegung, Ausdehnung etc. Stand hält.

Falls das fluppt, werde ich damit auch versuchen, diversen Stellen an den hinteren Verkleidungsteilen zu neuer Stabilität zu verhelfen. Insbesondere dort, wo die Fußleisten sitzen und die Abdeckungen angeschraubt sind, sind doch etliche Teile schon in Wohlgefallen zerbröselt. Mal schauen, was da geht.

Der Auspuff ist natürlich auch noch ein Thema. Eigentlich wollte ich den Krümmer noch überarbeiten, aber... Da auch die Stehbolzen nicht mehr von der Mutter zu trennen waren, konnte ich sie nur komplett raus- und wieder reindrehen. So habe ich dann schweren Herzens den Krümmer einfach "so" wieder angeschraubt. Material ist noch dick genug, also eher ein kosmetischer Effekt. Neue Dichtung natürlich zwischen Krümmer und seine Enden, wenn ich den Endtopf dann wieder aufgehübscht habe, kommt der auch wieder dran. 

ABER: Was mir Kummer bereitet, ist das Hinterrad! OBwohl der Reifen noch reichlich Profil hat, ist die linke Hälfte des Reifen gefühlt 1mm weiter abgefahren als die rechte. Wenn natürlich die Schwinge darin bereits eine ganze Zeit lang "schräg" zur Straße agiert hat, wunder das nicht. Ich bin jetzt wohl dann darauf angewiesne, einen neuen Reifen zu kaufen. Fahre ich mit dem "schiefen" Reifen wieder los, fürchte ich biegen sich die Lager wieder gen Timbuktu und die Aktion geht dadurch schief. Also auch noch ein neuer Heidenau drauf. Kommt dann irgendwie auch nicht mehr drauf an. Zum Auswuchten habe ich mir ja das passende Werkzeug gedruckt...!

Wenn Tacho und Co. wieder eingebaut sind, kommt die Scheibe mit neuem Tesamoll angesetzt wieder rein, dann wird‘s der erste Start zeigen, ob die Reparaturen erfolgreich waren, insbesondere ob die schwammige Straßenlage dann erledigt ist.

Der Weg zum TÜV sollte dann nach dem Kontrollieren der Bremsen (alles okay!) wohl keinen Grund mehr zu Beanstandungen geben, zumal auch die Dämpfer vorletztes Jahr neu reingekommen sind. Die braune Plakette darf dann also gerne kommen.

Insgesamt hat mich der Spaß jetzt, den neuen Reifen mal mitgerechnet, etwa 150 EUR gekostet, Arbeitszeit natürlich nicht mitgerechnet. Ich denke, das Geld ist gut investiert, zumal es mein Haupt-Pferd für den täglichen Wer zur Arbeit ist. Wenn sich jetzt noch der Spritverbrauch nach Neujustage des Vergasers und der Startautomatik deutlich an der 4 orientiert oder gar darunter bleiben sollte, dann hat sich das alles prima gelohnt.

Nochmals Danke für Eure unermüdliche Hilfe. Ich hoffe, ich kann mich mal revanchieren.

Liebe Grüße

Cornel


 
     
creflo



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 11 May. 2020 20:34


Gunahmt

nach den wirklich bedrückenden Erfahrungen gestern habe ich mal eine Nacht drüber geschlafen und bin Dank Hinweisen von TPH125 etwas planvoller rangegangen und habe mir heute erstmal Material besorgt. Dabei gleich einen Kupplungshalter gebaut.

Hier erstmal Hexenwerk(zeug)1:

Es ist ein Flachstahl mit 4,5mm Stärke und rund 20mm Breite. Dazu habe ich mir zwei Halter aus PETG gedruckt, 17 und 13mm lang mit 20mm Durchmesser und 6Eck-Einsenkung sowie 6mm Loch, um das Ganze festzuschrauben. Werkzeug fix in die Kupplung, 18er Schraube kurz angedreht. Passt Kupplung ist lose und wenn die neuen Rollen da sind, kann ich alles nach ausgiebigem Säubern wieder einbauen. Ölwechsel im Getriebe folgt noch...

Morgen geht es mit Hexenwerk(zeug) 2...

nach entspr. Anfasen des Lagers dann der Schwinge zu Leibe. Mal gucken, was da geht. Ich werde berichten.

Danke für Euer Mutmachen und die vielen Hinweise. Schön, dass es so ein aktives und nettes Forum gibt. Vorher in einem anderen Forum für meinen Peugeot war das ziemlich anders. Kaum fragte jemand was, was man mit nur 1 Stunde Suchen in der foreneigenen Suchmaschine hätte finden können, wurden Tausende von Buchstaben verschwendet, um den Suchenden platt zu machen. Die ganzen Threads gingen nach wenigen fachlichen Hinweisen immer in so eine Schei... über.

Ich freue mich sehr, dass das hier nicht so ist. Dafür nochmal ein herzliches Danke schön

Gruß

Cornel




Geändert von creflo am 11.May.2020 20:35
 
     
TPH125



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 20:08


Ich antworte lieber hier auf deinen Hilferuf. 

Das einziehen ist wahrlich nicht so leicht, aber möglich, auch ohne spezielle Werkzeuge. 

Ohne deutlich anzufasen, ich habe es mit flex und Fächerscheibe gemacht, ziehst du ständig schief. Ich habe sehr flach ca einen cm breit angefast, an der aussenseite war das Material sehr dünn dadurch. Das blechteil ist auf meinen Bildern rechts, bei dem Holz. 

Die Holzscheibe ist etwa 65mm im Durchmesser. 

Zusätzlich habe ich alles in wd40 geduscht. 


 
     
speedracer



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 18:45


Icg hab keine Drehbank



Gruß

Adrian
 
     
*Manfred8bm*



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 18:16


Das Blech soll Strahlungswärme vom Krümmer abhalten !

MfG Manfred


 
     
creflo



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 17:45


So ein verda... Schei... verf.... Silentblocklager. Es ist 62mm und das Loch ist 59mm. Kann rechnerisch nicht funktionieren.

Warum macht man so eine Kacke? Sind die Ingenieure auf Drogen oder unterliegen die einem solchen Kostendruck? Oder sind die aus irgendeiner Anstalt entflohen? Komisch, dass die sich alle in der Konstruktionsabteilung dort getroffen zu haben scheinen...

Fakt ist. Das Lager ist weder mit Willen noch mit guten Worten zu bewegen, da auch nur ansatz(!)weise reinzugehen.

Wer weiß, wie man das blöde Ding da reinbekommen kann, OHNE es zu einer Werkstatt zu bringen?

Wütende und entnervte Grüße

Cornel

PS: Marco (TPH125) hat ja schon geschrieben, eine Seite ein bißchen anfasen. Ist bei dem Ding schon. Dennoch kann ich es nicht mal richtig ansetzen, wenn wenigstens die Fase in der Position halten würde...

Ist es egal, wie herum das Teil eingesetzt wird? Die blöde Blechplatte war im Originalzustand in Fahrtrichtung rechte Seite. Dort ist auch der Richtungsdorn, in den scheinbar die Nut muss... Wäre von der anderen Seite irgendwie einfacher.




Geändert von creflo am 11.May.2020 20:24
 
     
creflo



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 14:54


Hi!

Ja, ich habe vor ca. 10tkm die Riemenscheibe genau so vorgefunden und sie auch genau so wieder eingebaut. Der aktuelle Riemen, ca. 3 Jahre alt ist noch weit vom Verschleißmaß entfernt, hat keinerlei Fransen, keine Spuren, sieht quasi aus wie neu. Also kann die Riemenscheibe trotz ihrer leichten, vor allem nicht scharfkantigen(!), Abtragungen nicht sonderlich am Riemen gezerrt haben.

Dennoch baue ich einen neuen ein, wenn ich schon mal alles offen habe. Rollen kommen 12,5g in 19x17 von Malossi rein, Kupplung sieht noch gut aus.

Schönen Sonntag und liebe Grüße

Cornel


 
     
yamgroggy



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 14:29


Hi Adrian,

wie gehst du da vor?

Wieviele Stufen und welchen Schmirgelgrad?

Ciro


 
     
speedracer



RE: Hexe eiert so komisch rum... ?! Schwammig, unsauber, in Kurven komisch..., 10 May. 2020 13:34


Man kann die Riemenscheibe bedenkenlos weiterverwenden, es sieht nicht schön aus aber es beschädigt den Riemen nicht oder nur unmerklich. Wenn es dich stört, dann frag mal Erwin ob er sie dir nicht auf seiner Drehbank abzieht, oder melde dich bei mir ich kann sie dir auch richten.



Gruß

Adrian
 
     


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