Hallo zusammen Ich wollte mich eigentlich nicht mehr in die E10 Diskussion einmischen Denn meines Ermessens nach hat sich diese Diskussion weitestgehend erledigt nach den Erfahrungen der letzten 5 Jahre, Außer natürlich bei Stammtischen und in ForenJ Ich mache es wie Adrian und tanke auch (nicht immer) E10. Und ich benutze Öl aus dem Kaufhaus seit ich nicht mehr in der Raffinerie kaufen kann. Und ich habe bereits bei einigen Hexen die Tanks ausgebaut und gereinigt. Und das in einer Zeit wo es noch kein E10 gab. Der Verschmutzungsgrad war, je nach Alter der Hexe, enorm. Die Tanks die ich ausgebaut habe hatten definitiv nie E10 gesehen. Benzin hat halt (wie Öl auch) Schmutzstoffe welche sowohl im Benzin sein können oder durchs Tanken reinkommen wie auch durch die beim Entleeren des Tankes eindringende Luft kommen wie auch durch den Tank selber. Nicht umsonst gibt es Benzinfilter. Und wenn jetzt ein Tank im Laufe der Zeit austrocknet bleibt der Schmutz drin und wird nicht durchs Benzin in Schwebe gehalten und im Filter abgelegt oder durch den Vergaser entsorgt. Wenn das E10 schmutziger wäre als anderes Benzin müsste es bei Autos ununterbrochen zu Problemen kommen, einmal weil der Verbrauch höher ist und zum anderen weil sie Erfahrungsgemäß sehr viel mehr Kilometer machen als unsere Hexen. Für die überwiegende Mehrzahl aller Modelle erteilen die Hersteller eine unverbindliche Freigabe. E10-taugliche Fahrzeuge vertragen Mischungen mit E5 (fahren wir seit Jahren) in jedem Verhältnis. Als Ethanolgefährdet gilt bei den Metallen eigentlich nur Aluminium (also kein Messing), und das nur bei recht hohen Drücken und Temperaturen. Beides haben wir bei den Hexen nicht. Denn es gibt keine Einspritzanlagen und unsere Temperaturen sind schon sehr moderat. Bei Kontakt mit der Luft überzieht sich Aluminium mit einer sehr dünnen, aber extrem stabilen und schützenden Oxidschicht, und das in sehr kurzer Zeit. Wir alle kennen Aluminium als Silbergraues nicht glänzendes Metall. Schleift und poliert es einmal, es wird sofort glänzend. Und nach relativ kurzer Zeit wieder stumpf. Wer wie ich (beruflich) mit der Hochglanzpolitur von Aluminium (Bugatti-Türgriffe, Lenkstockschalter und Dachmodule u.s.w.) zu tun hatte kennt das. Gefährdet E10 Benzinleitungen und Dichtungen? Nur Gummischläuche, die nicht die aktuellen Normen erfüllen. Kann also bei den alten Leitungen sehr wohl vorkommen. Dort können sich im Extremfall Risse bilden und sie können verspröden brechen und dann Benzin auf heiße Stellen des Motorrads laufen lassen, in unserem Fall also der Auspuff. Aber das kennen wir ja auch ohne E10. Die Leitungen welche PIA einsetzt sind nicht besonders gut. Für Dichtungen sei E10 nicht kritischer als E5, sagen die Testinstitute. Im Gegenteil: Benzin-Alkohol-Mischungen verhalten sich umso weniger aggressiv gegenüber Dichtungen, je höher der Anteil des Alkohols in der Mischung ist. Eine Einspritzanlage kann über die Lambdasonde im Extremfall mit E10 das Gemisch zu sehr abmagern um Hitzeschäden zu vermeiden, Wir haben weder eine Lambdasonde noch eine Software für eine Einspritzanlage, es könnte aber im Extremfall (ist mir noch nicht untergekommen) die Bedüsung ändern müssen. Aber wie gesagt es ist kein Fall bekannt. Je nach Jahreszeit haben wir „Sommer“ oder „Winterbenzin“. Es ist mit Benzin wie mit Dieselkraftstoff. Dort weiß es ein jeder, bei Benzin eher nicht. Die Umstellzeiträume sind sehr ähnlich denke ich, weiß es aber nicht genau. Um im Zylinder ein zündfähiges, gasförmiges Kraftstoff-Luft-Gemisch zu ermöglichen, muss Benzin verdampfen, dieses Thema hatten wir vor wenigen Tagen bereits einmal. Doch diese Flüchtigkeit muss zu verschiedensten Temperaturen passen. Daher werden die unterschiedlichen Benzinsorten etwas anders zusammengestellt. Für bessere Zündwilligkeit beim Kaltstart sorgen im Wintersprit erhöhte Anteile an leichtflüchtigen Komponenten wie Butan. Sie sind im Sommer bei anderen Temperaturen nicht nötig (auch weil das Benzin zu schnell zu Blasen neigen würde) Bei Vergasermotoren neigen leicht flüchtige Substanzen dazu, aus der Schwimmerkammer und auch aus dem Tank zu entweichen und dadurch Start-unwilligkeit zu provozieren. Kennen wir doch alle. Die Startwilligkeit bei altem Benzin lässt doch sehr zu wünschen übrig. Um selbst nach längeren Standzeiten genug Reserven bei der Klopffestigkeit zu haben, empfiehlt sich höheroktaniger Kraftstoff, Super Plus oder „Premium“ (Aral Ultimate 102, Shell V-Power) und wie der ganze Müll heißt. Nur sind unsere Hexen (von Ausnahmen abgesehen) so moderat verdichtet das es uns nicht interessiert, es kann aber helfen den Tank vor dem Abstellen voll zu machen. Und das nicht wegen Rost, den haben wir nicht. Bei steigender Temperatur wird Luft über die Tankentlüftung herausgedrückt und bei sinkenden Temperaturen feuchtere Luft wieder angesaugt. Dadurch wird zwangsläufig auch Feuchtigkeit (Wasser) angesaugt, übrigens auch Schmutz. Das wird vom Benzin aufgenommen und so kann sich der Vorgang immer wiederholen. Und da Wasser schwerer ist sinkt es nach unten und wir haben dann die Scheiße. Das ganze natürlich nur bei nicht vollem Tank. Ethanol löst sich sowohl im Wasser wie auch im Benzin, vermittelt zwischen beiden. Und es wirkt hygroskopisch, also Wasser anziehend wie es auch Bremsflüssigkeit macht. Daher eignet sich E10 im Vergleich zu E5 sogar besser für den Winter. Diese Aussagen stammen aus der Spritindustrie. Alle Yamaha-Motorräder und -Motorroller ab Baujahr 1990 dürfen E10 tanken. Und unsere Vergaser kommen aus Japan, glaubt ihr wirklich das Mikuni für Piaggio anderes Material nimmt als für japanische Vergaser? Die Qualitätsanforderungen an E10-Kraftstoffe wurden im November 2010 festgeschrieben. Nach Anpassung der europäischen Norm für Ottokraftstoffe wurde die Norm im Januar 2013 neu beschrieben. E 10 gibt es also noch gar nicht so lange. Die Lagerstabilität von E10-Kraftstoffen unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der von E5-Kraftstoffen. Ethanol ist sehr alterungsstabil, sogar besser als fossiler Ottokraftstoff. Der folgende Text stammt aus dem Net: Die Autohersteller sprechen zwar davon, dass ihre Autos für E10 geeignet ist, manche Autowerkstätten raten aber dennoch häufig dazu besser Super oder SuperPlus zu tanken mit der Begründung, dass es noch keine Langzeitstudien gäbe. Dies alles trägt nicht gerade zur Gewissheit für den Autofahrer bei. Manche Kfz-Meister raten davon ab, weil sie sagen, dass E10 wegen der korrosiven Wirkung äußerst aggressiv sei. Alle Materialien, die mit dem Kraftstoff in Kontakt müssen entsprechend angepasst sein. Im Motor betroffen sind Kraftstoffpumpen, Dichtungen und Kraftstoffleitungen aus Kunststoff und unbeschichtetem Aluminium. Eine Umrüstung älterer betroffener Fahrzeuge wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Sie vermuten auch, dass durch den hohen Ethanolanteil die Wassermenge im Motor zunehmen würde und dieses dann kondensiert ins Motoröl gelangen könnte. Die Folge wäre Ölverdünnung und Ölalterung, was die Ölwechselintervalle zu Lasten der Kunden verkürzen würde. Laut Fahrzeughersteller und -importeure sind geänderte Wartungsintervalle und andere Ölsorten nicht notwendig. Es gibt aber bis dato noch keinen einzigen bekannten Fall, wo ein Fahrzeug auf Grund E10 ausgefallen wäre. Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass in Schweden seit Jahren viele Autofahrer mit E85, also Kraftstoff mit bis zu 85% Ethanol, ohne Probleme fahren. Bei den meisten Fahrzeugen ist dort nur eine Umstellung der Motorelektronik erforderlich. Die wir jedoch nicht brauchen und auch nicht haben. Das gilt nicht nur für die dort produzierten Fahrzeuge sondern auch für die Importierten. Von VW weiss ich es
Wieder aus dem Net kopiert „Was kann geschehen, wenn falscher Kraftstoff getankt wurde? Durch das Ethanol im Kraftstoff können laut Aussage des ADAC Motorteile angegriffen werden. Im Einzelnen können Aluminiumteile korrodieren und Dichtungen des Kraftstoffsystems können zerfressen werden. Wenn dies noch rechtzeitig erkannt wird, sollte man das Fahrzeug am besten sofort stehen lassen und seine Werkstatt informieren. Dann würde wahrscheinlich der Kraftstoff wieder abgepumpt werden. Motoren, die falsch betankt wurden, können bereits durch einmaliges Betanken kaputt gehen, so der ADAC. Diese Aussage revidierte der ADAC inzwischen jedoch wieder selbst. E10 ist möglicherweise für E10-untaugliche Autos weniger gefährlich als bislang vermutet. Dies zeigte ein Langzeitversuch des ADAC mit einem Opel Signum 2.2 direkt. Der Opel, der laut Hersteller ausdrücklich als E10-untauglich ausgewiesen ist, hat bei dem Härtest mehr als 16.000 Kilometer ohne negative Folgen mit dem neuen Biokraftstoff überstanden. Eine Inspektion des Kraftstoffsystems habe keinen Hinweis auf die befürchtete Ethanolkorrosion ergeben, hieß es beim Automobilclub. Trotz dieses überraschenden Testergebnisses bleibt Opel bei seiner Empfehlung im Falle einer Fehlbetankung mit E10: Laut Hersteller muss das Fahrzeug abgeschleppt und der ungeeignete Kraftstoff sofort und vollständig aus dem Tank entfernt werden. Zudem solle eine Opel-Werkstatt die Hochdruckkraftstoffpumpe und andere Teile des Motorsystems überprüfen“ Es geht mir nicht darum eine Lanze für E10 zu brechen. Das muß ein jeder für sich selber wissen und entscheiden. Nur ist durch die Diskusion der vergangenen Jahre viel enstanden was sich nicht mit Erkenntnissen und Erfahrungen vereinbaren lässt. Es wurde sehr viel verteufelt und auch zum Teil falsch wiedergegeben. Einiges wusste ich zu diesem Thema weil ich auf unseren Motorprüfständen damit beschäftigt war (Testläufe für die Autoindustrie aus dem Grunde E10) einiges musste ich mir erstmal besorgen. Es wurde von verschiedenen Seiten einfach eine "Vorverurteilung" vorgenommen die sich heute beinahe erledigt hat, jedenfalls ist das Thema beinahe verschwunden. Über den Sinn oder Unsinn kann man sicherlich immer noch streiten aber dann sollen die Fakten gelten und nicht die Vermutungen, Oder kennt einer von euch einen Motor der duch E10 kaputt gegeangen ist? So ich hoffe ihr seit mir nicht böse  Gruß Erwin |