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itslikexmas



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 23:52




erwilud:

Als du geboren wurdest war Schutzgasschweissen bereits ein lang bewährtes Verfahren.
Zum Beispiel MIG-Schweissen wurde bereits Mitte- Ende der 50ziger Jahre großserienmässig in den Firmen eingesetzt.




...da hast du absolut Recht - was Deutschland anbelangt.
Ich habe meine Ausbildung in Kanada machen dürfen und war dort den - manchmal sehr überschaubaren - Gegebenheiten unterworfen. Hier begannen Mitte der 70er erste "Mufflershops" (Auspuffreparatur-Franchises) mit Schutzgas. Mein erstes Lehrjahr in einem Laden ohne Hebebühne - heute unvorstellbar. Was an Luxus fehlte wurde aber inhaltlich wieder wett gemacht. Unglaubliche Lehrmeister der "alten Schule" mit Wissen, das oft an Zauberei grenzte. Stoff für einen Abend am Grill...


Viele Grüße,

der Volker aus BO.

Mein Bekannter hat zwei linke Füße - er trägt Flip-Flips.
 
     
erwilud



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 22:50


Hallo Volker

Habe mal in dein Profil reingesehen
Als du geboren wurdest war Schutzgasschweissen bereits ein lang bewährtes Verfahren
Zum Beispiel MIG-Schweissen wurde bereits Mitte- Ende der 50ziger Jahre großserienmässig in den Firmen eingesetzt.
Insbesondere in Serienfertigungen. Aber viel interessanter ist HF-Schweissen Damit habe ich mich einige Jahre beschäftigt neben VIB-Schweissen das ich aber nicht besonders mag.

Gruß
Erwin


Geändert von erwilud am 6.Sep.2012 22:56
 
     
itslikexmas



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 22:29




erwilud:

Zum Beispiel beim Ultraschallschweissen für Kunststoffe. Dort wird eine Sonotrode gezielt in Schwingungen versetzt und zwar ganz genau berechnet. Das ist dann allerdings keine Grundsatzphysik mehr sondern geht bereits in die Hochphysik rein..




Na das ist doch spannend!
Ich hatte vor vielen Monden noch (und nur) autogen Schweißen gelernt. Man nehme zwei Flaschen und einen Drahtkleiderbügel...
E-Schweißen war den grobmotorischen Kollegen in der Achsvermessung vorbehalten und Schutzgasschweißen war noch nicht so salonfähig.
Ultraschallschweißen habe ich live noch nicht miterleben dürfen. Eigentlich schade - ich müßte wohl mehr vor die Tür...


Viele Grüße,

der Volker aus BO.

Mein Bekannter hat zwei linke Füße - er trägt Flip-Flips.
 
     
erwilud



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 22:00


Hallo zusammen

Ich lese mit großem Interesse die Diskusion gerade
Sonst war es ja meist mein Part..grins und jetzt geniesse ich es geradezu
Ich kenne Volker nicht stimme ihm aber in fast allen Punkten zu. Es ist einfach Grundsatzphysik die wir hier zu beschreiben versuchen.
Und Lenkerflattern gibt es bei beinahe jedem Zweirad unabhängig von der Radführungsart. (Ein Auto hat übrigens immer eine einseitige Radführung, wenn auch hier nicht vergleichbar) Eine Änderung der Kopfwinkels um weniger als 1 Grad kann bereits eine Änderung herbeiführen. Wohlgemerkt eine "Änderung" nicht zwingend eine Verbesserung. Wie eine solche Änderung auch ein völlig anderes Fahrverhalten sowohl im Geradeauslauf wie in den Kurven bewirken kann. Setzt einfach viel Erfahrung seitens des Konstrukteurs voraus. Und natürlich abhängig von der Forderungen an ihn. Ein Roller der stur geradeaus laufen soll wird niemals so agil sein wie eine Vespa und natürlich umgekehrt. Deswegen werden Roller und auch Motorräder auf das gewünschte Verhalten konstruiert und ausgelegt. Zu den Lenkergewichten noch ein Wort um diese mal aus der Diskusion rauszunehmen. Sie haben aufs Lenkerflattern so gut wie gar keinen Einfluss. Ich versuche es einmal so einfach als möglich zu erklären. Der Lenker wird durch die verschiedensten Dinge erregt und in Schwingungen versetzt. Und schwingt dann da wo er frei ist (Lenkerenden) einfach aus. Wie bei einer Stimmgabel. Die ist berechnet das sie bei Erregung in einer bestimmten Frequenz schwingt. Die Frequenz ist dann der gewünschte Ton. Wenn wir den Finger auf die Stimmgabel halten ist sofort die Schwingung gestört beziehungsweise gestoppt und es herrscht Ruhe. Genau das sollen die Lenkergewichte auch bewirken. Sie stören beziehungsweise unterbinden die Schwingungen am Lenkerende. Die sind nicht genau berechnet sondern es wurde einfach ein Material genommen das schwer genug ist die freien Schwingungen zu unterbinden und das sie keine eigene Schwingungen haben sollen ist wohl eh klar Ich kann auch anstelle der Serienteile welche aus Messing oder meinetwegen Blei nehmen, sie erfüllen wohl den selben Zweck. Dieser Effekt der Schwingungen wird in der Technik gerne genutzt. Zum Beispiel beim Ultraschallschweissen für Kunststoffe. Dort wird eine Sonotrode gezielt in Schwingungen versetzt und zwar ganz genau berechnet. Das ist dann allerdings keine Grundsatzphysik mehr sondern geht bereits in die Hochphysik rein. Eine Sonotrode aus Titan oder meinetwegen auch Alu so zu berechnen das sie auf einer bestimmten Länge um ganz wenige 1/1000mm um sich selbst schwingt und das mit einer bestimmten Frequenz ist nicht mehr ganz einfach. Da fangen Oberflächenstrukturen an ein Schwingbild zu verändern das einem schlecht wir. Ein Kratzer auf einer Sonotrode kann zum sofortigen Schrott führen. Und die Dinger kosten ein paar Euro Wie diese Sonoroden in Schwingungen versetzt werden ist übrigens interessant. Dazu wird wie bei einem Feuerzeug ein Piezokristall benutzt. Nur halt umgekehrt. Ein Feuerzeug erzeugt Elektrizität (und damit den Funken) weil ich auf den Kristall Druck ausübe. Das ganze geht aber auch umgekehrt, gebe ich eine Spannung auf den gleichen Kristall erzeugt er eine Druck (Bewegung).
/cms/icon_confused.gif[/IMG] Aber jetzt genug geschrieben, wollte ich ja eigentlich nicht mehr tun.

Gruß
Erwin


Geändert von erwilud am 6.Sep.2012 22:52
 
     
itslikexmas



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 20:58




Hexenschrauber:

@itslikexmas

Du mußt aber an Dein Thekengerede noch etwas anhängen ,

nämlich dass ein Roller mit Telegabel diese aufgezählten Mängel nicht hat ,

den kann man auch freihändig fahren , WARUM ?????

Gruß Karl-Heinz.



Lieber Karl-Heinz,

Mein "Thekengerede" ist wirklich nur Grundsatz-Physik... die hier auch nicht weiter zitiert werden muss. Google ist dein Freund.
Nur soviel: Der Nachlauf und die Gewichtsverteilung auf dem Zweirad sind maßgeblich - nicht ausschliesslich - verantwortlich für die An- bzw. Abwesenheit des Lenkerflatterns. Zu dem Thema gibt es auch ein cooles Video von Reporterlegende Murray Walker aus den 80ern. Damit hätte sich dann auch deine These zu "Rollern mit Telegabel" erübrigt.

Über Lackierung, Variorollen und Motoröl kann man gerne fachsimpeln. Geht es um sicherheitsrelevante Dinge, die durch gefährliches Halbwissen in einer lebensgefährlichen Situation enden können, hört der Spass definitiv auf.

Ich suche keinen "Pinkelwettbewerb" mit dir oder sonst jemandem. Ich gehe aber davon aus, dass du 3x7 bist, nicht an Papa‘s PC eigenmächtig Runden im Internet drehst und smart genug bist zu erkennen, wenn Theorien von Fakten eingeholt werden.

Gerne kannst du auch weiter freihändig fahren.


Viele Grüße,

der Volker aus BO.

Mein Bekannter hat zwei linke Füße - er trägt Flip-Flips.
 
     
Hexenschrauber



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 13:34


@itslikexmas

Du mußt aber an Dein Thekengerede noch etwas anhängen ,

nämlich dass ein Roller mit Telegabel diese aufgezählten Mängel nicht hat ,

den kann man auch freihändig fahren , WARUM ?????

Gruß Karl-Heinz.
 
     
Hexe in weinrot



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 07:35


Ich kann ein altes, gammeliges Lenkkopflager empfehlen meins war ziemlich fertig und ist in der Mitte deutlich eingerastet, hat aber dafür gesorgt, daß ich den Lenker loslassen konnte. Seit ich, extra für Herrn TÜV, das schöne neue habe, wackelt es wie die Sau...
Das ist aber, wie auch das eher kippelige Gefühl in der Kurve, nicht wirklich ein Problem. Man denkt nur man fällt auf die Nase



und dann noch das Kleingedruckte: immer schön

und dann

und natürlich:


Béla aus Hildesheim
________________________________
rote Hexengrüße aus der Rübenwüste!
 
     
Overdrive



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 04:39


Der gesunde Menschenverstand führt schon dazu dass man den Lenker wieder genügend fest hält.. (Keineswegs verkrampft, aber festhalten, besser "führen")

Dieses Rumgeier ist ja wirklich ne Sache von leichten Bergabfahrten oder halt Gaswegnehmen und Rollen lassen.. Geht also auch bei Gasgeben weg. :-)

Für Shimmy-Effekt bisschen langsam oder? Andererseits: Die kleinen Rädchen rotieren ja viel schneller.
 
     
dad2t



RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 01:10


Das ganze nennt sich Shimmy-Effekt, und kann bei jedem Motorrad auftreten, egal ob mit Schwinge oder Telegabel. Das ganze wird zusätzlich von Dingen wie z.B. Sägezahnbildung am Vorderrad, beladenes Topcase, ausgelutschten Lagern, und anderen Dingen begünstigt. Sobald man die Hände an den Lenker nimmt, ist das verschwunden. Googelt mal nach diesem Begriff. Steht viel interessantes zu im Netz.

Gruß an alle 2T-Fans.
Naaa gut, an die anderen auch
Hans
 
     
itslikexmas



 

RE: Frage zum Vorderrad, 06 Sep. 2012 00:07




Hexenschrauber:

Es ist einzig u. alleine die Konstruktion der einseitigen Vorderradgabel .

So fehlt dem Vorderrad der rechte halt wie bei einer Telegabel .

Es hat auch nichts mit dem steuerkopf zu tun .

Das verhalten beim Lenker loslassen ist bei jeder Hexe gleich .

gruß Karl-Heinz



Sorry, aber solche absoluten Aussagen sind einfach nur Thekengerede und m.E. höchst fahrlässig.

Es ist *NICHT* einzig und alleine die Konstruktion der "einseitigen Vorderradgabel".
Vielmehr ist jede Vibration eine Kombination u.a. aus Reifenzustand, Luftdruck, Unwucht, Spiel in Lagern (natürlich auch das Steuerkopflager!) und evtl. verbauten Buchsen, auf die Zug- und Rotationskräfte einwirken. Es kann auch schon ein inkorrektes Drehmoment beim Anziehen der Radschrauben /-muttern sein.
Die Radialbelastung der Achse ist tatsächlich anders als bei einer konventionellen Federgabel, aber nicht entscheidend. Bei einem "gesunden" Fahrwerk wird man eher einen Drehmomentwechsel des Motors spüren, als die einseitige Radführung. Im Kurvenverhalten gibt es tatsächlich Unterschiede.

Und somit ist auch das Verhalten "beim Lenker loslassen" vollständig abhängig vom o.a. Zustand der Komponenten plus des Fahrergewichtes, Zuladung, etc. (s. Kommentar Jens).

Erwin hat es auch richtig erklärt:
"Und alles so einrichten das es nicht mehr passiert kostet richtig Geld und fordert viel Erfahrung."

Tip:
Mit Lenkung und Bremsen ist NICHT zu spaßen. Wenn du unsicher bist, lass es bitte umgehend fachmännisch prüfen. Eine Hexe bewegt sich bis zu Autobahngeschwindigkeit und der rumänische, vollkommen überladene und schlecht gewartete 40-Tonner und sein übermüdeter Fahrer hinter dir erwarten nicht, daß deine Lenkung von jetzt auf gleich aufgibt.

Bitte keine "Ferndiagnosen" bei Lenkung und Bremsen oder ein "passt scho."
Safety first.


Viele Grüße,

der Volker aus BO.

Mein Bekannter hat zwei linke Füße - er trägt Flip-Flips.
 
     


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