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erwilud



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 16 Jun. 2016 11:02


Hallo zusammen,

es wird mein letzter Beitrag zu dieser unseligen Diskusion werden. Es gibt einige Dinge die sicherlich kontrovers diskutiert werden können (und vielleicht auch diskutiert werden sollen und müssen). Es gibt aber auch Dinge die Stand der Technik sind und waren (egal ob CNC oder Kopiergefertigt). Wenn die Kompatibilität eine "Mähr" wäre könnten wir auch keine Varioabdeckungen tauschen. Auch die besitzt eine Lagerbohrung die mit dem Gehäuse zwingend fluchten muß ansonsten klemmt der Starter (so wie beim verwechseln der Deckel LX/EX). Und alle hier tauschen die Dinger problemlos aus. Wäre es nicht möglich wäre der gesamte Maschinenbau, insbesondere der Motoren und Fahrzeugbau unmöglich. Eine Ersatzteilbestellung wäre nicht mehr möglich weil es keine passenden (Formschlüssige) Teile mehr gäbe. 9 Achsige Fertigungsanlagen kenne ich keine (was nicht heisst das es sie nicht gibt) Aber meines Wissens nach ist die derzeitig Größte eine 8 Achsenanlage (die allerdings eine kombinierte Dreh/Fräsanlage ist) wobei man über die Achsen streiten kann (werde ich aber nicht tun). Derzeitiger Stand der Technik sind 5 Achsenanlagen, wobei ein Bekannter von mir bereits eine 7 Achsanlage hat. Diese Anlage (auf welcher Motoren-Prototypen für die Automobilindustrie hergestellt werden) hat zusätzlich schwenkbare Aufspannvorrichtungen welche auch noch drehbar sind. Ob das zusätzliche Achsen sind kann man diskutieren (habe ich aber nicht vor).  Und ich habe in meinem Bekannten und Lieferantenkreis genug Mehrachsanlagen (die meisten 5 Achsig) und lasse darauf arbeiten bezw. berate diese Firmen wenn es Probleme gibt. Das es ab und an Probleme mit der Passgenauigkeit gab/gibt und geben wird ist auch klar, die werden dann im Regelfall über Gewährleistung oder Garantie abgewickelt. Wobei es bei einer ordentlichen Qualitätskontrolle selten vorkommt. Aber daraus abzuleiten das es normal sei ist schon seltsam. Ich versuche mal die Fertigung der Motorhälften zu beschreiben (in möglichst einfacher Form): Es werden die beiden Motorhälften gegossen (in verschiedenen Giessformen) Das kann sogar bei verschiedenen Firmen geschehen. Wird aber wahrscheinlich die gleiche sein. Dann werden sie diese Teile geprüft. Anschliessend gehen sie in die Fertigung zum Fräsen/Drehen/Bohren oder was auch immer. Sie werden dort in die Aufnahme ein/aufgespannt. Die Maschine nimmt einen Messfühler und fährt das Teil an verschiedenen Punkten an und orientiert sich (RPS-System) Sie weiss jetzt wie das Teil liegt und wo die markanten Stellen sind. Dann geht die Maschine hin und holt sich ihr erstes Werkzeug (moderne Maschinen haben bis zu 40 verschiedene Werkzeuge im Magazin) Dieses Werkzeug wird im eingespannten Zustand von der Maschine vermessen und los gehts.(zum Beipiel Bohrungen für Zentriebuchsen fertigen) Anschliessend holt sich die Maschine das nächste Werkzeug und vermisst es im eingespanntem Zustand. Und weiter gehts. Die Kanten/Seiten oder was auch immer werden gefräst. Das ganze geht dann so weiter. Die Maschinen sind soweit das sie sogar Abnutzung der Werkzeuge berücksichtigen können. Die Programme sind so ausgelegt das sie die optimalen Schnittgeschwindigkeiten (je nach Material und Werkzeugdurchmesser) fahren (Schnittgeschwindigkeiten bis zu 100 m/min, aber abhänig von Material und geforderter Genauigkeit. Und so geht das ganze weiter. Wenn fertig meldet es die Maschine und öffnet sogar meist die Türen zum Entnehmen. Und das macht sie Teil für Teil mit einer sehr hohen Genauigkeit und Präzision. Die erreichten wiederholgenauigkeiten liegen bei einem 1/100mm. Und da spielen Temperaturen Kühlmittel oder andere Einflussfaktoren keine Rolle weil es berücksichtigt wird. Heute kein Problem mehr. Zudem stehen diese Maschinen meist in klimatisierten Räumen. Die Daten von der Konstruktion (meist mit dem Catia-System) werden als Catia V5 oder IGES weitergegeben weil das die Maschinen lesen können. Ich habe meine Lieferanten meist gefragt welche Dateien sie haben wollen. Die Konstuktionprogramme können nämlich beinahe beliebige Formate ausgeben, Standartmässig werden aber die beiden oben genannten ausgegeben. Ausnahme für die Elektroteile dort wird gerne mit ProE gearbeitet. Was Hinterschnitte angeht werde ich hier nicht näher drauf eingehen aber soviel noch. Die Maschine muß ihr Werkzeug an Ort und Stelle bringen können und das hat mit Achsen sehr wenig zu tun. Kann die Maschine die zu bearbeitenden Stellen nicht erreichen (weil sie in einem Holraum sitzen oder unter dem Teil sind oder was auch immer) spricht man von einem Hinterschnitt. Und die lassen sich über noch so vile Achsen nicht bearbeiten. Wir haben hier im Forum einen CNC-Fräser als Mirglied, er kann ja mal seine erfahrungen diesbezüglich mitteilen (glaube sein Name ist CNCRACER. Aber jetzt genug, es war (wie oben beschrieben) mein letzter Beitrag zu diesem Thema.

Gruß

Erwin


 
     
Hexencharly



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 16 Jun. 2016 06:57


Hi Dennis,

sorry, es wird nicht besser.

Ja, ich kann/konnte ja auch nur mutmaßen, wie sowas zustande kommen könnte und auch konnte, wie wir jetzt ja mehrfach wissen.Und ja, ich bleibe bei einer Meinung, wenn sie mir als weiterhin richtig erscheint.

"... die Mähr von der uneingeschränkten Kombination rechter und linker Motorenhälften ..." waren meine Worte. Wie dort  Hinterschnitte und Fertigung in zusammengebauten Zustand oder in-einem-Spindeln hineingeheimst werden konnten, k.A.. Es gibt eben noch andere Möglichkeiten, warum zwei Hälften nicht zusammenpassen können und ein paar davon habe ich nun oben zur Veranschaulichung aufgeführt.

Das Gegenargument müsste ja jetzt lauten, rechte und linke Motorhälfte sind uneingeschränkt kombinierbar.

Sind sie das denn nun uneingeschränkt? NEIN. 

Und jetzt zeigt auch Adrians Beispiel, dass es nicht nur, wie bei dir, bei einer neuen Nachbestellung (und wohl mangelhafter Fertigung sowie Qualitätskontrolle) nicht passen muss, sondern dass auch zwei gebrauchte Hälften nicht passten.

Ich komme in soweit dem guten Frieden willen entgegen, und gestehe zu, dass es wohl (sehr oft) in der Praxis klappen KANN aber keinesfalls klappen muss, zwei fremde Motorhälften zu kombinieren, damit ist aber auch schon alles ausgereizt.

Gruß

Carsten

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Hallo, ich bekomme einmal BeschleunigungsÄNDERUNG bitte. "4-Takt?" Nö, is mir zu fett. Lieber da, den schön mageren 2-Takter mit Biß. "Zum mitnehmen?" Ja bitte. "Tüte?" Och, geht auch ohne. Dann noch von den dicken Birnen dort. "Das war alles?" Joh ! :-)
 
     
speedracer



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 15 Jun. 2016 19:33


Muß mich auch noch mal kurz zu Wort melden. Da ich beim Versuch das Motorgehäuse zu Fräsen etwas zuviel weggenommen habe, bin ich leider durchgestoßen und konnte die eine Motorhälfte wegschmeißen. Also eine andere Motorhälfte genommen, diese auch wieder bearbeitet und dann den Motor zusammengebaut. Folge, KW klemmte. KW, KW-Lager neu, Passbuchsen (zwei) in den Motorhälften. Bestimmt fünf mal zerlegt und wieder zusammengebaut, da half kein Setzschlag und auch sonst nichts. Die KW klemmte über die gesamte 360° Drehung. Also noch eine Motorhälfte besorgt, vorsichtshalber zusammengebaut, KW lief seidenweich. Motor wieder zerlegt, Motorhälfte wieder bearbeitet, nochmal neue Lager gekauft und den Motor wieder zusammengebaut. Die KW lief seidenweich ohne Setzschlag, den sie dann aber vorsichtshalber trotzdem bekam. Dieser Motor mit den verschiedenen Motorhälften läuft heute noch. Entweder hatte ich mit der einen Motorhälfte einfach Pech, oder es gibt doch Toleranzen. Es ist zumindest einen Versuch wert, wenn eine Motorhälfte kaputt ist, sich eine andere Hälfte zu besorgen, aber sobald irgend etwas nicht 100 prozentig leicht und widerstandsfrei läuft, diesen Versuch aufgeben, denn dann gibt es nach kurzer Zeit Kernschrott. Sicherer ist es auf jeden fall, wenn man einen Orginalmotor, also die zwei orginalen Hälften hat. Dieser Motor ist übrigens ein SKR Motor mit über 20PS am Rad und läuft wie gesagt bis heute ohne Probleme.


 
     
Dennis1986



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 15 Jun. 2016 16:34




Hexencharly:

@ Dennis,

bzgl. Motorhälften, bitte nicht darauf versteifen, dass es per Hinterschnitte in einem/aus einem Stück gefräst bzw. gedreht würde. Es gibt zwar glaube bis zu 9-achsige Fertigungszentren, die Dank mehrerer Spindeln auch mehrere Rohteile gleichzeitig fassen und bearbeiten können und das auch gespiegelt oder gar auch mit Übergabe, sowas wie z.B. Okuma MacTurn, das traue ich denen bei Piaggio aber erstmal nicht so zu, zumindest nicht zu Beginn oder Mitte der 90-iger Jahre für ein möglichst billigst herzustellendes 2T-Massenmotörchen.

Es gibt weit mehr Gründe, warum es nicht passen muss. Wie immer wieder angeführt, unterschiedliche Qualitätssicherungen oder -abteilungen oder auch Aufträge an den Fertiger. Es könnte auch sein, dass das Komando hieß, macht uns auf jeden Fall eine rechte und linke Hälfte passend. Evtl. wurden grenzwertige Toleranzen ganz einfach zu einem guten Duo manuell im Nachgang kombiniert.

Es brauchen, gerade bei wärmelüsterndem Alu, nur schon die Temperaturen der Kühlemulsion unterschiedlich zu sein beim Einmessen, Nachmessen oder auch Prüfen in der Qualitätssicherung und schon hast du den Salat. Und wenn du da dann nur Billigkräfte sitzen hast, die nur schlecht geschult, wenig Stundenlohn und wenig Verantwortung bekommen und demnach auch nicht einsehen (müssen), für 3x höhere Abteilungen die volle Verantwortung für die richtigen Betriebsabläufe mit zu denken, dann wird eben nur die Zeit abgesessen und hinterher aus vorhandenen suboptimalen Ergebnis noch das Beste für einen Auftrag per Nacharbeit oder gegeigneter Komponenten-Kombination hingedeichselt.

Und obendrein müssen mitunter bis zu 8 Jahre Fertigungszeitunterschied auch nicht immer noch die identischen Zeichnungen enthalten, die vorliegen, ggf. führten nachträgliche Erkenntnisse zu Änderungen, die aber auch an anderer Stelle noch nicht erkannte neue Probleme hervorrufen könnten. Evtl. waren die Toleranzen der Fertigung noch 1993 ausreichend für den damaligen Fuhrpark und die Materialeigenschaften, aber 1998 dann u.U. nicht mehr bei einem anderen Materiallieferanten und/oder anderem Zerspaner und/oder Qualitätassicherer.

Will sagen, es gibt viele Stellen, die eigtl. innerhalb von Vorgaben 100% saubere Arbeit machen müssten. Das tritt aber nicht zwangsläufig immer so ein, schon garnit über ggf. zig Jahre Abstand von rechter und linker Motorhälfte und nochmal weniger südlich der Alpen bzw. bei Mittelmeer-Anrainer-Mentalitäten.

Ich hab‘s von Anfang an gesagt und da will ich meine für einige Forumsmitglieder wohl oft annervende Klugscheißerei auch mal deutlich selbst unterstreichen. Siehst ja, beim Adrian funzte es dann eben nicht! Aber das die Praktiker dann immer noch auch nach Praxisnachweis so beharrlich einer Meinung herlaufen, ist schon, sagen wir mal, erstaunlich.

Man kann es ja mangels Zeit oder Komponenten versuchen, ob‘s klappt, aber man macht es eben nicht! In Motorradschaltgetrieben in Kassettenbauweise hat man auch 2-3 Teile, die nicht in einem gefertigt werden können und trotzdem sind sie nur als Set zusammen zu erstehen (z.B. Suzuki RG500Gamma), Motorober- und Untergehäuse und auch Getriebeplatte und das schon Mitte der 80er Jahre. Und klar, weil ein Set neu schon garnicht mehr erhältlich ist und gebraucht das nackte Gehäuse in 4-stellige Euros gehen, wird auch "probiert" ob nicht doch ein anderer (innerer) Getriebedeckel verwendet werden kann. Vorgesehen und in der Konsequenz von Fehlerfreiheit ist es jedoch nicht!

Gruß

Carsten


Hi

Was das Fertigen und die Maschinen angeht, bin ich tiefer führend absolut nicht der Profi. Daher werde ich auf Deinen Text nicht weiter eingehen

Ich finde im von Dir geschriebenen ist aber genau so viel hätte, wenn und aber drin, so wie Du uns Praktikern vorwirfst einer starren Meinung hinterher zu laufen... 90er, Billig Fertigung, schlecht bezahlte Löhne usw. Das sind alles Mutmaßungen was dann zu möglicherweise nicht passenden Hälften führen kann, die wir alle nicht bestätigen können. Piaggio ist einer der größten Zweiradhersteller und ich denke dort existiert schon gewisses Know How seit einigen Jahrzehnten. Fakt ist, dass Piaggio für gute Qualität steht, aber genau so auch gerne mal bekannt für Patzer und kleine fiese Sachen gut ist

So hatte ich mal ein 180er Gehäuse neu gekauft, in dem die Kurbelwellenlagersitze beidseiitg zu klein waren, und zwar mehrere Zehntel Lagersitz links und rechts hatten allerdings unterschiedliche Maße. Da lief gehörig was schief oder es war Ausschuss, das aus Versehen ins Teilelager ging. Das Gehäuse wurde - trotz Fräsarbeiten von mir, von Piaggio anstandslos zurück genommen und gegen ein neues getauscht.

Ich sehe es doch auch so - für mich - ich habe lieber ein leeres Gehäuse was ich mir zusammenbaue, was vorher schon so zusammen war vom Werk, als mir eines zu mischen. Es ist einfach das ruhigere Gewissen was mit fährt, weil es vorher schon so zusammen lief (der Motor). Allerdings werden die Gehäuse auch nicht "mehr" auf dem Markt, umso älter die Maxis von Piaggio werden. Neu gibt es nichts mehr, viele 180er Gehäuse wurden Tuningopfer und brachen, etc.

Als ich vor einiger Zeit mal einen kompletten M06 Motor von jemandem aus dem Forum bekam, der leider mit Gehäusebruch (große Seite) aufgrund der schlechten Verpackung ankam, und einen M08 Runner Motor hatte auf dem die kleine Hälfte am Auspuffhalter weggebrochen war.... aber ein M08 Block her musste, wagte ich den Versuch. Und bei mir lief alles glatt, weder Probleme an Dichtflächen, noch an Passung der Lager, Welle, etc.

Dazu gehörte natürlich das Prüfen vorher - wie gingen die Passbuchsen ineinander und wie saßen die Dichtflächen dabei. Zur "originalen" Hälfte gab es keine Unterschiede und ich montierte alles einfach mal. Die Welle pendelte nach dem üblichen Setzschlag fein aus und der Motor läuft seitdem klaglos und super! Das ist ein Beispiel aus der Praxis. Genau so wie das von Adrian, wo es eben leider nicht ging weil was zueinander klemmte und nicht passte!

Ich denke man sollte weder Theorie noch die wenigen, existierenden Praxisbeispiele verallgemeinern und als Standard festsetzen, Du siehst es geht so und so. Im Übrigen ist Adrian sein Fall im Rollerbereich das mir erste bekannte Beispiel dass es nicht geht.

Honda hat früher für nahezu alle 50er Zweitakter im Rollerbereich einzelne Gehäusehälften verkauft. Ein Kumpel hatte mal einen Honda Roller, Einsitzer. Fuhr mit 2 Mann, federte zu weit ein, Auspuff schlug an, Auspuffhalter ab. Neue Gehäusehälfte gekauft und repariert.

Ursprung der ganzen Thematik war ja eigentlich nur mal die Aussage, es ginge nicht zu mischen weil die Lagersitze in Abhängigkeit zueinander in einem Stück gespindelt würden Nicht, dass keine Fehler passieren bei der Fertigung und es deshalb zu Problemen kommen kann! Das glaube ich Euch doch

LG - Dennis


 
     
Hexencharly



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 14 Jun. 2016 16:42


@ Erwin,

vielen Dank für deine Mühen. Scheint bei Piaggio nicht wirklich immer alles eindeutig zu sein. Evtl. ist das von denen ja auch Absicht.    Und jojo, meinte auch rechteckig und nicht quadratisch. 

@ all

hatte die Tage den Markus (Overdrive) nochmal wegen der Ringe übers SKR-Forums-PN angetackert und darf ihn hierzu auch zitieren:

"Also:

150LC hat (meine ich immer) rechtekige, schwarze Ringe
150AC hat chromfarbene Trapez Ringe.

125LC gibts meine ich rechteckig, schwarz, aber auch trapez, chromfarben (im Runner 125). 125AC trapez und chromfarben.

Wo die Unterschiede im Einbauspiel herkommen, kann ich Dir nit sagen. Im Grunde ist das ja immer noch (fast) dat selbe Kolbenspiel bei den 125ern.

Aus der Praxis: Ein Runner 180 mit Jolly Moto, 25er Vergaser (Rico): Vorsichtig heimgefahren nach Einbau eines neuen 180er Kolben: In der Kölner City rumfahren kein Problem. Erste Möglichkeit mal über 1km mit echten 100 zu fahren: Klemmer. Der Kolben hatte 0,035 Einbauspiel zu diesem gebrauchten 180er Piaggio Zylinder. "

@ Dennis,

bzgl. Motorhälften, bitte nicht darauf versteifen, dass es per Hinterschnitte in einem/aus einem Stück gefräst bzw. gedreht würde. Es gibt zwar glaube bis zu 9-achsige Fertigungszentren, die Dank mehrerer Spindeln auch mehrere Rohteile gleichzeitig fassen und bearbeiten können und das auch gespiegelt oder gar auch mit Übergabe, sowas wie z.B. Okuma MacTurn, das traue ich denen bei Piaggio aber erstmal nicht so zu, zumindest nicht zu Beginn oder Mitte der 90-iger Jahre für ein möglichst billigst herzustellendes 2T-Massenmotörchen.

Es gibt weit mehr Gründe, warum es nicht passen muss. Wie immer wieder angeführt, unterschiedliche Qualitätssicherungen oder -abteilungen oder auch Aufträge an den Fertiger. Es könnte auch sein, dass das Komando hieß, macht uns auf jeden Fall eine rechte und linke Hälfte passend. Evtl. wurden grenzwertige Toleranzen ganz einfach zu einem guten Duo manuell im Nachgang kombiniert.

Es brauchen, gerade bei wärmelüsterndem Alu, nur schon die Temperaturen der Kühlemulsion unterschiedlich zu sein beim Einmessen, Nachmessen oder auch Prüfen in der Qualitätssicherung und schon hast du den Salat. Und wenn du da dann nur Billigkräfte sitzen hast, die nur schlecht geschult, wenig Stundenlohn und wenig Verantwortung bekommen und demnach auch nicht einsehen (müssen), für 3x höhere Abteilungen die volle Verantwortung für die richtigen Betriebsabläufe mit zu denken, dann wird eben nur die Zeit abgesessen und hinterher aus vorhandenen suboptimalen Ergebnis noch das Beste für einen Auftrag per Nacharbeit oder gegeigneter Komponenten-Kombination hingedeichselt.

Und obendrein müssen mitunter bis zu 8 Jahre Fertigungszeitunterschied auch nicht immer noch die identischen Zeichnungen enthalten, die vorliegen, ggf. führten nachträgliche Erkenntnisse zu Änderungen, die aber auch an anderer Stelle noch nicht erkannte neue Probleme hervorrufen könnten. Evtl. waren die Toleranzen der Fertigung noch 1993 ausreichend für den damaligen Fuhrpark und die Materialeigenschaften, aber 1998 dann u.U. nicht mehr bei einem anderen Materiallieferanten und/oder anderem Zerspaner und/oder Qualitätassicherer.

Will sagen, es gibt viele Stellen, die eigtl. innerhalb von Vorgaben 100% saubere Arbeit machen müssten. Das tritt aber nicht zwangsläufig immer so ein, schon garnit über ggf. zig Jahre Abstand von rechter und linker Motorhälfte und nochmal weniger südlich der Alpen bzw. bei Mittelmeer-Anrainer-Mentalitäten.

Ich hab‘s von Anfang an gesagt und da will ich meine für einige Forumsmitglieder wohl oft annervende Klugscheißerei auch mal deutlich selbst unterstreichen. Siehst ja, beim Adrian funzte es dann eben nicht! Aber das die Praktiker dann immer noch auch nach Praxisnachweis so beharrlich einer Meinung herlaufen, ist schon, sagen wir mal, erstaunlich.

Man kann es ja mangels Zeit oder Komponenten versuchen, ob‘s klappt, aber man macht es eben nicht! In Motorradschaltgetrieben in Kassettenbauweise hat man auch 2-3 Teile, die nicht in einem gefertigt werden können und trotzdem sind sie nur als Set zusammen zu erstehen (z.B. Suzuki RG500Gamma), Motorober- und Untergehäuse und auch Getriebeplatte und das schon Mitte der 80er Jahre. Und klar, weil ein Set neu schon garnicht mehr erhältlich ist und gebraucht das nackte Gehäuse in 4-stellige Euros gehen, wird auch "probiert" ob nicht doch ein anderer (innerer) Getriebedeckel verwendet werden kann. Vorgesehen und in der Konsequenz von Fehlerfreiheit ist es jedoch nicht!

Gruß

Carsten

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Hallo, ich bekomme einmal BeschleunigungsÄNDERUNG bitte. "4-Takt?" Nö, is mir zu fett. Lieber da, den schön mageren 2-Takter mit Biß. "Zum mitnehmen?" Ja bitte. "Tüte?" Och, geht auch ohne. Dann noch von den dicken Birnen dort. "Das war alles?" Joh ! :-)
 
     
speedracer



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 04 Jun. 2016 04:30


Dennis frag mich nicht, ich hab alles kontrolliert, Lagersitze waren i.O. die Passbuchsen waren drinn, man konnte optisch nichts sehen. Lager und KW waren neu.
Es passte einfach nicht zusammen, warum auch immer. Die beiden Hälften passten optisch an den Übergängen besser zusammen als die Orginalen. Ich mußte nur mischen weil ich beim bearbeiten zu viel Material abnahm und durchgestoßen bin, sonst hätte ich nicht gemischt.

Lass deine Hexe nie schneller fliegen wie deinen Schutzengel.

Gruß

Adrian
 
     
Dennis1986



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 03 Jun. 2016 06:50


Hi. Wurde dabei auf die Zentrierbuchsen geachtet, dass dort alles paarig saß?

So nen Klemmen der Welle geht allein schon sehr schnell wenn nur nen aufgeschobener Grat im Lagersitz ist und das Lager minimalst verkantet. Aber ich glaube Dir das ja auch, keine Frage! Dennoch ist das für die Fertigung keine Erklärung/ unmöglich, zwei Sitze in einem zu bearbeiten.




Geändert von Dennis1986 am 3.Jun.2016 6:52
 
     
speedracer



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 02 Jun. 2016 20:05


Dennis ich spreche aus eigener Erfahrung. Bei einem SKR Motor mit zwei verschiedenen Hälften klemmte die KW trotz Setzschlag auch nach mehrmaligen zerlegen und wieder zusammensetzen. Erst mit einer nochmals anderen Motorhälfte lief die KW dann seidenweich ohne Setzschlag, die sie dann trotzdem bekam. Dieser Motor läuft bis heute seit ca. vier Jahren.

Lass deine Hexe nie schneller fliegen wie deinen Schutzengel.

Gruß

Adrian


 
     
Dennis1986



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 02 Jun. 2016 08:23




speedracer:

Man muß es einfach probieren, manche passen, andere wieder nicht.

Es ist ein Lotteriespiel wenn man aus zwei verschiedenen Motorenhälften einen Motor bauen will.

Lass deine Hexe nie schneller fliegen wie deinen Schutzengel.

Gruß

Adrian


Moin.

Aber nicht wegen der Kurbelgehäuse und/oder Lagersitze. Allerhöchstens bei nicht plan zueinander stehenden Dichtflächen.
Carsten nimm die beiden Motorhälften und guck Dir die Sitze der Kurbelwellenlager mal an, wenn Du mir dann erklärst, wie man diese Flächen im zusammengebautem Zustand des Gehäuses bearbeiten will, gebe ich Dir Recht

 

Viele Grüße - Dennis.




Geändert von Dennis1986 am 2.Jun.2016 13:58
 
     
speedracer



RE: Leistungsvergleich von Hexagon EXS125 (alt) mit LX125 (neu), 02 Jun. 2016 04:46


Man muß es einfach probieren, manche passen, andere wieder nicht.

Es ist ein Lotteriespiel wenn man aus zwei verschiedenen Motorenhälften einen Motor bauen will.

Lass deine Hexe nie schneller fliegen wie deinen Schutzengel.

Gruß

Adrian


 
     


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