Werkstatterlebnis
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uwe hext

219 Beiträge
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Werkstatterlebnis, 27 Sep. 2006 00:02
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Hallo zusammen,
heute gibt es mal ein “kleines“ Werkstatterlebnis von mir.
Kurz vor meinem geplanten einwöchigen Roller-Urlaub habe ich meinen, bis dahin problemlos laufenden, Hexagon in einer Piaggio-Werkstatt zum Wechsel der Bremsflüssigkeit und der Variorollen abgegeben.
Roller Dienstag Mittag hingebracht und freundlicherweise als Leihfahrzeug einen Honda @ 125 kostenlos erhalten. Die Abholung wurde für den späten Nachmittag vereinbart.
Sicherheitshalber habe ich kurz vorher noch mal angerufen. Mir wurde mitgeteilt, dass er, wie vereinbart, abholbereit wäre. Ich fahre also hin, freue mich schon, dass ich diesen lahmen und ausgelutschten Leih-Honda bald wieder los bin.
Schon bei der Einfahrt zum Händler sehe ich, dass die Hexe noch mit offener Vario in der Werkstatt auf der Bühne steht. Na ja denke ich, dass kann ja mal passieren.
Ich warte also bis ich nach ca. 20 Minuten dran komme und musste dann erfahren, dass es ein kleines Problem gibt. Der Inhaber und ich also in die Werkstatt. Dort zeigte man mir meine Hexe mit einem total verölten Variogehäuse. Bis auf den Riemen war wirklich alles mit Öl eingesaut.
Fazit: Ölpumpe defekt – Austausch kann aber erst am nächsten Morgen erfolgen, da die Mechaniker bereits pünktlich Feierabend gemacht hatten. Gezwungenermassen habe ich mich dann mit dem Honda auf den Heimweg gemacht. Die Rückfahrt (ca. 45 km, davon 35 km AB und 10 km Landstrasse) auf dem Honda hat mich mehr geschlaucht als 500 km auf der Hexe.
Am nächsten Vormittag rufe ich also wieder an und höre, dass die Ölpumpe, Rollen und Bremsflüssigkeit getauscht sind und gerade die Vario wieder zusammengebaut wird.
Ich könnte also in wenigen Minuten vorbeikommen. Wegen eines beruflichen Termins konnte ich aber erst am Nachmittag wieder hin. Ihr könnt es Euch sicher denken - die Hexe stand erneut mit offener Vario in der Werkstatt auf der Bühne.
Ich bin dann ohne Umweg direkt in die Werkstatt. Da kam mir auch schon ein kleinlauter Werkstattmeister entgegen und beichtete mir gleich unaufgefordert, dass sie das Variogehäuse nicht mehr montiert bekämen. Das läge an der verschlissenen Hinterachse. Sie hatten wohl schon erfolglos versucht diese etwas abzudrehen. Man bot mir an, eine gebrauchte Achse aus einer Unfall-Hexe mit ca. 10.000 km Laufleistung zum Preis von 35 Euro verbauen. Da man diese aber erst noch ausbauen musste, konnte ich mich erneut mit dem Honda auf den Heimweg machen.
Am Donnerstag Vormittag kam dann ein freudiger Anruf von der Werkstatt.
Die Achse wäre verbaut und der Roller ist nun endgültig abholbereit.
Leider konnte ich erneut erst am späten Nachmittag hin.
Tatsächlich, da stand er komplett montiert nun auf dem Parkplatz.
Ich also rein, bezahle und gehe anschl. zum Fahrzeug.
Da kommt auch schon ein strahlender Werkstattmeister und endschuldigt sich mehrfach für die ganzen Unannehmlichkeiten. Ich schau mir die Hexe näher an und sehe, dass auf der Varioseite das graue Kunstoffunterteil total voller Ölgrapscher ist. Mittlerweile versteht der Meister meine wortlose Kommunikation, eilt in die Werkstatt und putzt erst mal eigenhändig meine Hexe. Als er fertig ist, kommt auch sein Lächeln wieder und er wünscht mir gute Fahrt und eine pannenfreie Urlaubsreise. Ich erwidere, eigentlich mehr ironisch, „Bis gleich“ und fahre von Hof.
Ich bin noch keine 50 Meter gefahren und merke sofort, dass da etwas nicht stimmt.
Beim Gaswegnehmen rasselt und klappert es in der Vario als hätte der Monteur ein Dutzend Schrauben drin liegen gelassen.
Also wieder zurück. Der Meister wird bei meinem Anblick ganz klein und blass.
Er hört sich die Geräusche an und ist ratlos.
Also den dritten Abend wieder mit dem Honda nach Hause.
Freitag Vormittag, einen Tag vor meinem Urlaub, dann der Anruf aus der Werkstatt:
Eine Probefahrt hätte ergeben, dass die Hexe keinen Hering mehr vom Teller zieht und nicht mehr als 80 km/h fährt. Man müsse sich das alles noch einmal genauer ansehen, da man dafür keine Erklärung habe.
Später folgt dann die Info, dass die Achse nicht zum Rest des Getriebes passt.
Nun sollte kostenlos ein komplettes (gebrauchtes) Getriebe einschl. passender Achse aus einem anderen Unfallroller verbaut werden.
Wegen der lahmen Beschleunigung wurde dann mit diversen Variogewichten experimentiert.
Am Nachmittag also wieder hin.
Endlich konnte ich den Honda endgültig abgeben.
Verbaut wurde ein Getriebe, was nach meinen Feststellungen, länger übersetzt ist.
Topspeed ist gleich, bei ca. 700 U/min weniger als vorher.
In Verbindung mit leichteren Rollen ist die Beschleunigung in etwa auf dem alten Niveau.
Ich werde es aber dabei belassen, da ich überwiegend Autobahn im Bereich der Höchstgeschwindigkeit fahre.
Ich konnte dann letzte Woche doch noch mit der Hexe in Urlaub fahren.
Seit letzten Sonntag bin ich nach ca. 2.200 problemlosen Kilometern wieder zurück.
Alles zusammen hat 200 Euro gekostet.
Davon die Ölpumpe 50 Euro, das Getriebe 35 Euro und die Rollen/Bremsflüssigkeit/Ölpumpenriemen/Simmering 23 Euro. Die restlichen 92 Euro sind Lohnkosten.
Mit der Werkstatt werde ich aber noch einmal ein ernstes Wiedergutmachungsgespräch führen müssen. Die interne Kommunikation zwischen Auftragsannahme und Werkstatt ist stark verbesserungswürdig. Ebenso die Leistung der Werkstatt. Ich kenne es von früher so, dass generell eine Probefahrt gemacht wird. Das scheint zumindest dort nicht üblich zu sein.
Die geschätzten 350 Kilometer auf dem Honda grenzen jedenfalls schon an Körperverletzung.
Gruß
Uwe
Hexagon EX 125 - BJ 1997 - z.Zt. 38 TKM |
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schwarzer_peter

936 Beiträge
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RE: Werkstatterlebnis, 27 Sep. 2006 00:55
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hallo Uwe,
ich frage mich, was das Variogehäuse mit der Hinterachse zu tun hat, es sitzt doch auf der Kurbelwelle!
Gruß vom Tempelberg,
Peter
>Victoria Avanti<
Mein erstes Moped! |
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