Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963
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Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 14 Oct. 2006 12:17
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Original-Beitrag von Ralf1963:
Hallo aus Berlin.
Ich hab heute die Bremsbeläge vorne getauscht und ein bisschen fotografiert. So mit Blitz in 5MPixel sieht man auf dem PC doch viel mehr, als auf dem Bürgersteig im Schatten...
Hier eine Beschreibung was und wie ich es gemacht habe. Das soll nicht heissen "So macht man das!", aber es zeigt demjenigen, der das noch nie gemacht hat, was man da zu sehen bekommt.
Bremsen die nicht funktionieren sind eine todsichere Sache. Deshalb sollte niemand diese Bilder zum Anlass nehmen unkoordiniert und planlos "mal sowas zu probieren", wenn er ansonsten kaum Erfahrung mit sowas hat. Dann doch lieber zum Fachmann! Der hat eine Haftpflichtversicherung und zahlt dann an die Angehörigen, wenn was falsch gemacht wurde...
Gut, ich hab sowas zwar schon gut 5 Jahre (damals bei meiner SKR125...) nicht mehr gemacht, aber es hat doch noch funktioniert
Zunächst hab ich das vordere Rad abgeschraubt. Das ist so eine Sache, denn vorne sind 5 Inbus-Schrauben eingedreht, und die muß man erstmal heraus bekommen.
Ich hab zum Glück irgendwann vor 20 Jahren mal genau so eine Inbus-Nuß für eine große Knarre gekauft, als ich noch Golf I gefahren bin. Da brauchte man auch schon sowas.
Die Inbus-Nuß auf eine kurze Verlängerung gesteckt sollte man diese Kombination mit dem Hammer etwas stärker in die Schraube einbringen. Nur mit der Hand aufgesteckt hatte bei der ersten Schraube zur Folge, dass ich sie "rundgelutscht" hab. Mit viel Glück hab ich sie dann aber doch noch heraus bekommen, nachdem ich mit dem Hammer nachgeholfen hatte, denn am Fuß war noch ein klein wenig von diesem Inbus übrig geblieben.
Nachdem das Rad ab war hab ich es unter die Bremsscheibe geschoben und die darauf gesetzt.
Die Bremse ist von hinten mit einem kleinen Plastik-Schutz versehen. Den hebelt man mit einem Schraubenzieher ab und sieht dann das hier:
1) Da wo der grüne Pfeil hinzeigt sitzt ziemlich kleiner Spreng-Ring. Der muß zuallererst, nach aussen erweitert, abgezogen werden. Auf dem Foto fehlt der schon, aber auch wenn er noch ‘drauf ist sieht man ihn kaum, denn er ist sicher unter Schmutz begraben. Ich hab ihn auch etwas "rustikal" mit einem Schraubenzieher abgezogen. Nicht ganz sauber, weil er sich dabei verdreht, aber "quick & dirty". Wenn der Sprengring später irgendwann man abfällt, weil ich ihn so unsanft behandelt habe, werde ich im Krankenhaus viel Zeit haben darüber nachzudenken, on ich das nächste Mal die Bremsen in der Werkstatt machen lasse... Hinterher hab ich also den Ring mit einer kleinen Zange wieder schön gerade und eng gebogen.
2) Dieser lange Stift, der durch die ganze Bremse und die beiden Enden der Beläge gesteckt ist muss nach links aus der Bremse geschlagen werden, denn man hat in seiner Bastelwerkzeugkiste sicher kein "Abzieher" um sowas links anzusetzen und den Stift rauszuziehen. Also wiedr "quick & dirty"... . Wenn man da nun mit dem Hammer ‘drauf rumschlägt, wird man sicher dieses Ende rund klopfen und verbreitern. Dann kommt der gar nicht mehr raus. Man muss also zum rausschlagen etwas im gleichen Durchmesser aufsetzen, damit möglichst alle Kraft des Hammers gezielt in die Schiebe-Bewegung geht. Ich hab eine Schraube im Werkzeugkasten gefunden, die hatte genau den richtigen Durchmesser. Zuerst dachte ich, der Stift wäre noch irgendwo anders fest gemacht, aber das war nur Schmutz und Rost. Nach ein paar Schlägen war der Stift etwa 2cm bewegt. Die Schraube reichte nun nicht mehr und der Rest ging leicht mit einem kleinen Kreuzschraubenzieher rauszutreiben.
3. Währenddessen fällt einem ein kleines Blech entgegen, dass die Bremsbeläge leicht zur Bremsscheibe hin drücken soll. Da es unsymmetrisch ist sollte man sich merken, dass der aussen aufgesetzte Teil unten war.
4. Die beiden Enden der Brensbeläge kann man mit einem Kreuzschraubenzieher heraushebeln, wenn man kein besserer Werkzeug dafür hat. Eine am Ende gebogene Elektro-Bastel-Zange hilft ggf. auch.
Das ganze ist bis hierhin relativ einfach und auch für Grobmotoriker zu bewerkstelligen.
Hier ein Blick in die offene Bremse:
Der weisse Pfeil markiert einen der beiden Bremskolben. Die werden jeweils von aussen per Hydraulik (Bremsflüssigkeit) nach innen gedrückt, wenn man rechts am Bremshebel zieht. Hier muß man nun diese beiden Kolben vorsichtig nach aussen drücken(hebeln), denn die neuen Beläge sind dicker als die abgefahrenen, und passen da sonst nicht rein.
Das auseinanderdrücken der beiden Kolben sollte im Idealfall mit einem Plastik erfolgen, damit man da nichts kaputt macht und keine Kerben in die Bremszylinder kratzt oder ähnlich Schlimme Sachen macht, die den Kolben hinterher in seinem freien Lauf behindern könnte. Der ummantelte Griff einer Zange könnte da z.B. ein gutes Werkzeug sein.
Hier ein Blick auf die ausgebauten und die neuen Bremsbeläge:
Die Dicke der ausgebauten Beläge war bei mir noch 1,3mm & 1,9mm. (Der Metall-Träger ist nochmal 3mm stark)Ich weiß nicht, wie die Verschleißgrenze definiert ist, aber von der Optik her muß ich sagen: Es war wohl an der Zeit...
Da ich neulich mal bei meinem Auto am Auspuff rumgeschraubt hatte, war noch ein wenig "Kupfer-Paste" übrig. Sowas hab ich auf der Rückseite der Bremsbeläge in der Menge eines Tropfens aufgebracht udn verrieben. Auch den Stift habe ich vor dem Einschieben etwas abgebürstet und damit eingecremt. Das soll gegen quietschen helfen...
Der Zusammenbau ist relativ einfach wenn man sich gemerkt hat was wo saß und sitzt. Den kleinen Sprengring am Schluß nicht vergessen und das Rad wieder angeschraubt... Fertig.
An der Vorderradbremse greift man dann erstmal ins Leere. Nach 3-4Mal ziehen und pumpen liegen die Kolben wieder an den neuen Bremsbelägen an und das wars schon fast.
Eine vorsichtige Probefahrt bei der ich z.B. bei Tempo 30 mit leicht angezogener Vorderbremse gefahren bin um die Beläge auf Temperatur zu bringen und fertig. Nach einigen Tagen und einigen Kilometern mehr sind die Beläge dann an ihrer normalen Leistungsfähigkeit angekommen. Bis dahin würde ich erstmal nicht zu Dicht auffahren
Grüße
Ralf
Gruß Frank aus GE
LXT 180
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Hallo
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aapie68*

27 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 13 Nov. 2006 01:32
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Hello Frank or Ralf1963 i replaced the front brake shoes 2 months ago and now the‘re already gone what is the brand you you‘se???? normaly i change the frontbrake‘s after 7200/ 7700km |
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Hallo


Admin
6864 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 13 Nov. 2006 15:11
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Did you have bought original layers from Piaggio, or which from the accessories? You should only use original layers.
Gruß Frank aus GE
LXT 180
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Hallo
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hexman su90


129 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 31 Mar. 2009 17:03
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Habe heute meine Bremmsklötze vorne gewechselt genau nach Beitrag mit Bilder von Frank hat super geklappt. Brauchte noch nicht mal den Bolzen raus schlagen,ging so leicht.Belege hatten Max.0,5mm waren total fertig. Habe jetzt welche von Lukas drinn Preiss beim Pia Händler 19,90 ist der Preiss OK??? Die alten waren auch von Lukas. Danke noch mal. Mein Motto: Mach dich erst im Forum schlau, bevor du wütend wirst wie Sau.
Grüsse Jürgen aus V |
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hexman su90


129 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 31 Mar. 2009 17:07
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PS : Auch an Ralf 1963 Meinen Dank super Beitrag u. Bilder.
Grüsse Jürgen aus V |
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Hexenfan125


850 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 31 Mar. 2009 19:08
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Hei hexman su90 Das wurde höchste Zeit mit den Belägen. Mit dieser Anleitung muß es ja klappen !! Im Schnitt ist der Preis OK, giebt natürlich deutliche Unterschiede auch in der Qualität. Wenn du weißt, wie viele km die alten Beläge geleistet haben, kann man die Qualität beurteilen.
Dein Motto ist mir jetzt erst aufgefallen:
WIRKLICH GUT !!!!
Gruß Mike
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Orca78


21 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 08 Aug. 2019 18:34
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kann die bilder nicht sehn??? |
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Spinny


1643 Beiträge
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RE: Bremsbeläge vorne erneuern, Beitrag von Ralf1963, 08 Aug. 2019 19:00
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... die sind vergilbt ... ist ja schon 13 jahre her  Gruß Dierk  |
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